# Tuesday, June 24, 2008

InternalsVisibleToAttribute

Ein nettes Fundstück: Ich habe gerade ein wenig mit der Testfunktionalität von VS2008 herumgespielt, um ein paar Änderungen an der Blog-Engine zu testen, da bin ich auf das nette Attribut InternalsVisibleToAttribute gestoßen. Mit diesem Attribut kann man einer Assembly Zugriff auf internal deklarierte Methoden einer anderen Assembly gewähren. Sehr nettes Feature für Unit Tests.

Tuesday, June 24, 2008 10:35:27 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00) #    Comments [0] | Trackback

Hotlines sind was feines - Die Computer dahinter erst recht

Hotlines sind ein Quell steter Freude. Gestern habe ich versucht, eine DSL-Verfügbarkeitsprüfung durchführen zu lassen, jedoch lieferte die Abfrage im Internet keine Ergebnisse:

Wir können leider nicht überprüfen, ob DSL an Ihrem Anschluss verfügbar ist.

Leider können wir für Ihren Anschluss keine verfügbare DSL-Bandbreite ermitteln. Dies kann mehrere Gründe haben:

  • Sie haben keinen Telekom-Telefonanschluss
  • Ihr Anschluss ist noch nicht in unserer Datenbank erfasst
  • Die DSL-Bandbreite muss manuell gemessen werden
Wir empfehlen Ihnen dennoch das für Sie optimale Komplettpaket. Vor der Freischaltung muss die verfügbare Bandbreite eventuell manuell ermittelt werden.

Neben dieser Anzeige steht die Nummer der Hotline 0800-3355222. Da war es für mich naheliegend, dort anzurufen. Gesagt, getan. Die nette Dame teilte mir aber mit, dass ich die falsche Hotline angerufen habe, ich müsse mich an die Telekom-Standard-Hotline 0800-3301000 wenden. Diese sei aber nicht mehr besetzt. Also habe ich dort vor dreißig Minuten angerufen und gehofft, dass ich noch jemanden erreiche. Sie schien sogar besetzt zu sein, denn nach einem netten Gespräch mit dem Computer war ich auch schon in der Warteschlange. Und wie das so üblich ist in einer Warteschlange, habe ich gewartet. 17 Minuten. Um dann mit dem Kommentar "Alle Plätze sind belegt, versuchen Sie es später noch einmal" aus der Warteschlange gekickt zu werden. Danke, Telekom. Hat euer Computer 17 Minuten gebraucht, um festzustellen, dass ihr viel zu tun habt? Besonders kundenfreundlich ist so etwas ja nicht gerade. Ich denke, ich werde morgen dem T-Punkt einen Besuch abstatten. Dort soll es noch Menschen geben.

Allerdings; Allemal besser als bei GMX. Dort werden Anrufe von unliebsamen Kunden nämlich gar nicht mehr angenommen. Rabiat, aber hilfreich. Kurzfristig jedenfalls. Sollte das gängige Praxis bleiben, wird GMX wahrscheinlich von den Kunden nicht mehr angenommen.

Tuesday, June 24, 2008 8:44:18 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00) #    Comments [2] | Trackback
# Monday, June 23, 2008

Multithreading - Teil 2 - System.Threading.Monitor

Im zweiten Teil der unbestimmt langen Reihe Multithreading in .NET befasse ich mich mit der Klasse System.Threading.Monitor.

System.Threading.Monitor

Der Monitor ist das Objekt, was sich bei genauerer Betrachtung hinter einem lock-Statement verbirgt. Die Details dazu können im ersten Teil nachgelesen werden. Die Verwendung ist der eines lock-Statements sehr ähnlich. Man verwendet den Monitor stets in Verbindung mit einem Objekt, welches verriegelt werden soll. Der daraus resultierende IL-Code unterscheidet sich ebenfalls nicht von dem eines lock-Statements.
private void monitorNotationExample( object lockObject )
{
    Monitor.Enter( lockObject );

    //Critical Section: Do something

    Monitor.Exit( lockObject );
}
Nach der Critical Section muss allerdings im Gegensatz zum lock-Statement die Verriegelung explizit wieder freigegeben werden. Dies macht den Monitor etwas fehleranfälliger als das lock-Statement. Er hat allerdings auch einige ganz entscheidende Vorteile.

Vorteile der Klasse Monitor gegenüber lock

Die Klasse Monitor stellt neben der Funktion Enter noch die Funktion TryEnter bereit, um eine exklusive Sperre für eine Critical Section zu bekommen. Die Funktion TryEnter ist doppelt überladen und liefert jeweils einen Booleschen Wert zurück.

Monitor.TryEnter

Der Aufruf der Funktion Monitor.TryEnter(Object) versucht, eine exklusive Sperre auf das übergebene Objekt zu erlangen. Schlägt dies fehl, weil bereits ein anderer Thread eine Sperre auf dieses Objekt hält, liefert die Funktion ein false zurück. Konnte die Sperre erlangt werden, wird true zurückgegeben.

Monitor.TryEnter (Object, Int32)

Die erste Überladung der Funktion mit dem zusätzlichen Parameter vom Typ Int32 dient dazu, einen Timeout anzugeben. Dieser Timeout wird Anzahl der Millisekunden übergeben, die maximal versucht werden soll, eine exklusive Sperre für das Objekt zu erlangen. Wird zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb der Zeitspanne die Sperre erlangt, gibt der Aufruf true zurück. Wird der Timeout erreicht, kehrt der Aufruf mit false zurück. Dieser Aufruf ermöglicht es also, eine bestimmte Zeit auf eine Sperre zu warten. Der Rückgabewert muss also in jedem Fall ausgewertet werden. Außerdem muss man bei der Verwendung der Funktion Monitor.TryEnter (Object, Int32) darauf achten, dass eine geeignete Strategie vorhanden ist für den Fall, dass keine Sperre registriert werden konnte.

Monitor.TryEnter (Object, TimeSpan)

Die zweite Überladung verlangt als zweiten Parameter keinen Int32, der die Anzahl der Millisekunden für den Timeout angibt, sondern eine Zeitspanne vom Typ System.TimeSpan. Mit dieser zweiten Überladung ist es also möglich, die ersten beiden Funktionsaufrufe nachzubilden. Entweder wird als Zeitspanne wirklich eine Zeitspanne übergeben, was der ersten Überladung entspräche, oder es wird Timeout.Infinite übergeben, was dem Aufruf der Funktion Monitor.TryEnter(Object) entspräche.

Einige Beispiele

Um die Funktionsweise der einzelnen Methoden der Monitor-Klasse zu verdeutlichen, werde ich einige Beispiele anführen. Beginnen wir mit einfacheren Verwendung des Monitors. Wir nehmen einen Konsolenanwendung und erweitern diese mit der Klasse AsyncTest. In dieser Klasse sind zwei Methoden enthalten, Sync1() und Sync2(). Beide Methoden greifen auf dasselbe lock-Objekt zu. nämlich lock1.
class Program
{
    static void Main( string[] args )
    {
        AsyncTest test = new AsyncTest( );
        Thread thread1 = new Thread( new ThreadStart( test.Sync1 ) );
        Thread thread2 = new Thread( new ThreadStart( test.Sync2 ) );

        thread1.Start( );
        thread2.Start( );
        Console.ReadLine( );
    }
}

public class AsyncTest
{
    private object lock1 = new object( );

    public void Sync1( )
    {
        Monitor.Enter(lock1);
        for ( int i = 1; i <= 20; i++ )
        {
            Console.Write( "1 {0}|", i );
            Thread.Sleep( 20 );
        }
        Monitor.Exit( lock1 );
    }

    public void Sync2( )
    {
        Monitor.Enter( lock1 );
        for ( int i = 1; i <= 20; i++ )
        {
            Console.Write( "2 {0}|", i );
            Thread.Sleep( 20 );
        }
        Monitor.Exit( lock1 );
    }
}
Die Ausgabe der beiden Threads erfolgt sequenziell, wie bereits im ersten Teil erklärt.



Schauen wir uns im nächsten Beispiel die Funktionsweise der Methode TryEnter an. Thread 2 in der Main-Routine führt nun die Methode Sync3 in der Klasse AsyncTest aus. Diese versucht über den Aufruf von Monitor.TryEnter(lock1) eine Sperre auf das Objekt zu bekommen.
class Program
{
     static void Main( string[] args )
     {
         AsyncTest test = new AsyncTest( );
         Thread thread1 = new Thread( new ThreadStart( test.Sync1 ) );
         Thread thread2 = new Thread( new ThreadStart( test.Sync3 ) );

         thread1.Start( );
         thread2.Start( );
         Console.ReadLine( );
     }
}

public class AsyncTest
{
    private object lock1 = new object( );

    public void Sync1( )
    {
        Monitor.Enter(lock1);
        for ( int i = 1; i <= 20; i++ )
        {
            Console.Write( "1 {0}|", i );
            Thread.Sleep( 20 );
        }
        Monitor.Exit( lock1 );
    }


    public void Sync3( )
    {
        if ( Monitor.TryEnter( lock1 ) )
        {
            Console.WriteLine( Environment.NewLine + "Lock achieved." );
            Monitor.Exit( lock1 );
        }
        else
        {
            Console.WriteLine( Environment.NewLine + "Lock cannot be achieved." );
        }
    }
}
Ergibt:



Die Ausgabe zu diesem Beispiel entspricht der Beschreibung der Methode Monitor.TryEnter(). Es wird versucht, eine Sperre auf das übergebene Objekt zu registrieren. Schlägt dies fehl, kehrt die Methode mit false zurück. Hätte eine Sperre registriert werden können, wäre true zurückgegeben worden.
Betrachten wir das Verhalten der Methode Sync3() nun einmal mit Übergabe eines Timeouts. Dieser soll 100 Millisekunden lang sein. Die neue Methode nennen wir Sync4() und verdrahten sie in der Main-Methode auf den zweiten Thread:
public void Sync4( )
{
    if ( Monitor.TryEnter( lock1, 100 ) )
    {
        Console.WriteLine( Environment.NewLine + "Lock achieved." );
        Monitor.Exit( lock1 );

    }
    else
    {
        Console.WriteLine( Environment.NewLine + "Lock cannot be achieved." );
    }
}



Wie man sehen kann, kehrt die Methode Sync4 etwas später zurück als Sync3 im vorigen Beispiel, kann jedoch immer noch keine Sperre registrieren. Betrachten wir die Funktion Sync1 genauer, wird auch schnell klar, warum. Sie dauert bei 20 Schleifendurchläufen mit jeweils einem Sleep von 20 Millisekunden mindestens 400 Millisekunden.
Setzen wir nun also den Timeout in Sync4 auf 1000 Millisekunden.



Wie man sehen kann, war der Timeout nun so lang, dass Sync1 vollständig abgearbeitet und die Sperre freigegeben werden konnte, bevor der Timeout abgelaufen war. Der zweite Thread konnte seine Sperre erfolgreich registrieren.

Platzierung der lock-Freigabe Monitor.Exit()

Wie man an Hand der Funktionen Sync3 und Sync4 erkennen kann, habe ich die Freigabe der Sperre nicht an das Ende der Funktion gestellt, sondern an das Ende des Zweigs, der bei erfolgreicher Registrierung der Sperre angesprungen wird. Wird nämlich die Funktion Exit(object) auf ein Objekt aufgerufen, für welches der aufrufende Thread keine Sperre registriert hat, bekommt man von der Runtime eine SynchronizationLockException vor den Bug geknallt, die man dann behandeln darf.
 


Um dies zu vermeiden (und um logischeren Code zu schreiben) sollte man allerdings den von mir gewählten Weg gehen und die Sperre nur dann freigeben, wenn sie auch wirklich registriert wurde. Außerdem sollte man die Freigabe der Sperre in einem finally-Block notieren, um auf alles vorbereitet zu sein. Auch wenn irgendwo innerhalb der Critical Section eine Exception geworfen wird, wird so wenigstens die Sperre freigegeben und die Chance erhöht, dass sich die Anwendung nicht in einem "Deadlock "aufhängt".
Die richtige Notation für den Monitor wäre also:
public void Sync6( )
{
    if ( Monitor.TryEnter( lock1, 1000 ) )
    {
        try
        {
            //Critical section
        }
        finally
        {
            Monitor.Exit( lock1 );
        }
    }
    else
    {
        //else-Fall behandeln
    }
}
Und wem bei der Betrachtung dieser Methode das C# Keyword using in den Kopf kommt, der ist ganz nah bei dem, was sich die .NET-Entwickler gedacht haben. Ändert man den Timeout von 1000 Millisekunden auf Timeout.Infinite und lässt den else-Zweig weg, entspricht diese Methode dem lock-Statement. Womit nun der Unterschied zwischen den drei Methoden Enter, TryEnter und Exit des Monitors sowie dem lock-Statement hinreichend beschrieben sein sollte.

Fassen wir noch einmal zusammen:
  • Das lock-Statement wartet, bis es eine Sperre registrieren konnte. Die Freigabe der Sperre erfolg in einem "finally"-Block (die geschweifte Klammer zu des lock-Blocks).
  • Enter versucht eine Sperre zu registrieren und kehrt sofort zurück. Entweder ist die Sperre registriert (Rückgabe true) oder eben nicht (Rückgabe false). Auf jeden Fall muss sich der Programmierer Gedanken im das Exception Handling machen.
  • TryEnter erweitert Enter um die Möglichkeit, einen bestimmten Zeitraum auf eine Sperre zu warten. Entweder wird die Sperre in diesem Zeitraum registriert (Rückgabe true) oder die Zeit läuft ab (Rückgabe false). Auch hier muss der Programmierer sich um das Exception Handling selbst kümmern.
Im nächsten Teil werde ich die restlichen Funktionen der Klasse Monitor beleuchten: Monitor.Wait(), Monitor.Pulse() und Monitor.PulseAll(). Bis dahin freue ich mich auf Feedback und/oder Anregungen.

Monday, June 23, 2008 8:36:36 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00) #    Comments [0] | Trackback
# Thursday, June 19, 2008

C# XML Documentation

During my nightly coding session working on my gps class library for my smart phone I started to use the xml decomentation tags see and seealso. Later on after the "nightly build" I had several warnings that the compiler could not resolve the types provided inside these tags. But thanks to Alan Dean and his great artivle about XML documentation in C# my usual sleep amount wont be decreased as much as I feared 10 minutes before.

Thursday, June 19, 2008 10:58:44 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00) #    Comments [0] | Trackback
# Monday, June 09, 2008

.Net Micro Framework Team announces .Net Micro Framework 3.0

Last friday, June 6th, the Microsoft .Net Microframework Team announced a new version 3.0 of the .Net Micro framework. Several cool features are supported, for example a file system, toch screen support and the development environment was changed to VS2008. Have a look at the complete list of new features. Now I hope that Device Solutions will update the Tahoe firmware as soon as possible so that I can profit from the new features.

Monday, June 09, 2008 11:14:54 AM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00) #    Comments [0] | Trackback
# Sunday, June 08, 2008

Multithreading - Teil 1 - das lock-Statement

Bereits seit einiger Zeit sind Multi-Core-Prozessoren für den normalen Konsumenten erschwinglich. In Servern werden bereits seit einigen Jahren Multiprozessorsysteme eingesetzt. Jedoch kommt mir immer wieder Code unter, der sich strikt an einen Kern bindet, weil keine Operation asynchron ausgeführt wird. Ich persönlich vertrete die Meinung, dass  allein aus Gründen der User Experience mehrere Threads eingesetzt werden sollen. Welcher Benutzer sieht es schon gern, wenn er auf einen Button drückt, und die Anwendung für einige Sekunden zu einer weißen Fläche wird? In Gesprächen mit Entwicklern höre ich jedoch immer wieder das Argument, dass Multithread-Programmierung ja so kompliziert sei und man es lieber nicht verwendet, um keine Fehler zu machen. Denn das Debugging von Multithreaded-Code ist nicht so trivial wie bei Singlethreaded-Code. Daher möchte ich in einer unbestimmt langen Reihe einige Aspekte des Multithreading beleuchten.

lock

Beginnen möchte ich mit dem C#-Keyword lock. Das lock-Statement ist nur in C# verfügbar. Es wird ähnlich dem using-Statement verwendet:

lock(obj)
{
//Do something synchronized }

lock wird also auf ein Objekt aufgerufen. Der Code innerhalb des Blocks wird nur aufgeführt, wenn das der lock-Aufruf zurückgekehrt ist. Es ist also sichergestellt, dass der Code innerhalb des Blocks immer nur von einem Thread ausgeführt wird. Der Blockinhalt wird auch Critical Section genannt.

Wie verwendet man lock?

Die Syntax für die Nutzung von lock ist denkbar einfach. Allerdings sind einige Einschränkungen bei der Verwendung zu beachten.

Reference-Type

lock kann nur auf Reference-Types aufgerufen werden. Dies hängt damit zusammen, dass lock eigentlich eine Maskierung für

Monitor.Enter(lockobject);

ist.

Auf welches Objekt soll das lock aufgerufen werden?

Oft sieht man Konstrukte wie

lock(this){ }

Diese verletzen jedoch oft die Design Guidelines für Multithreadprogrammierung. Und zwar in den folgenden Fällen:

  • lock(this){ } kann zu einem Problem werden, wenn die Instanz des Objekts public ist, also öffentliche Zugriffe erlaubt.

  • lock(typeof(MyType)){ } ist ebenfalls problematisch, wenn MyType öffentlich zugänglich ist.

  • lock("mylock") { } bedeutet, dass alle lock-Statements, die so geschrieben werden,
    dasselbe Lock-Objekt benutzen, da es sich um einen String handelt.

lock sollte also immer auf dedizierte private Objekte aufgerufen werden. Soll eine Critical Section über alle Instanzen eines Objekts geschützt sein, definiert man das lock-Objekt als static.

private static object lockObj = new object();

private void foo()
{
lock(lockObj)
{
//Critical section } }

Was passiert bei einem lock?

Nehmen wir eine Methode einer Windows-Forms-Anwendung. Auf dem Formular ist ein Button button1 platziert. Klickt man diesen an, soll sich der Text des Formulars nach „LOCKED“ ändern. Es ergibt sich folgende Funktion:

private void button1_Click(object sender, EventArgs e)
{
lock (this.lockObject)
{
this.Text = "LOCKED";
}
}

Was macht der Compiler aus dieser Funktion? Schauen wir uns die erzeugte Intermediate Language an:

.method private hidebysig instance void button1_Click(object sender, class [mscorlib]System.EventArgs e) cil managed
{
.maxstack 2
.locals init (
[0] object CS$2$0000)
L_0000: nop
L_0001: ldarg.0
L_0002: ldfld object lock1.Form1::lockObject
L_0007: dup
L_0008: stloc.0
L_0009: call void [mscorlib]System.Threading.Monitor::Enter(object)
L_000e: nop
L_000f: nop
L_0010: ldarg.0
L_0011: ldstr "LOCKED"
L_0016: callvirt instance void [System.Windows.Forms]System.Windows.Forms.Control::set_Text(string)
L_001b: nop
L_001c: nop
L_001d: leave.s L_0027
L_001f: ldloc.0
L_0020: call void [mscorlib]System.Threading.Monitor::Exit(object)
L_0025: nop
L_0026: endfinally
L_0027: nop
L_0028: ret
.try L_000f to L_001f finally handler L_001f to L_0027
}

Wie man sieht, wird das lock-Statement zu einem System.Threading.Monitor.Enter(lockObject) aufgelöst. Der entsprechende Aufruf der Methode System.Threading.Monitor.Exit(lockObject) wird in einen finally-Block eingefasst. Es kann also innerhalb der Critical section passieren, was will, der Monitor wird  freigegeben. Dies ist einer der großen Vorteile des lock-Statements. Der Entwickler muss sich nur sehr wenige Gedanken um die korrekte Freigabe des Monitors machen, da dies der Compiler für ihn erledigt.

Allerdings verbirgt sich hier auch einer der Nachteile des lock-Statements. Der Compiler löst das lock-Statement in ein Monitor.Enter(lockObject) auf. Das kann unter Umständen dazu führen, dass der Aufruf nie zurückkehrt, man also in eine Deadlock-Situation gerät. Um dies zu vermeiden, verwendet man besser Monitor.TryEnter(object, TimeSpan). TryEnter versucht für die angegebene Zeitspanne ein lock auf das Objekt zu erlangen. Schlägt dies fehl, kehrt die Methode mit false zurück. Der Nachteil dieses Aufrufs ist jedoch, dass der Entwickler sich nun selbst um das Fehlerhandling kümmern muss. Folgender Codeblock kann also statt des lock-Statements verwendet werden:

if ( !Monitor.TryEnter( lock2, TimeSpan.FromSeconds( 1 ) ) )
{
    throw new ApplicationException( "Unable to claim lock on object {0}", lock2.ToString() );
}
try
{
    //Critical section
}
finally
{
    Monitor.Exit( lock2 );
}

In diesem Fall liegt die Freigabe des Monitors jedoch ganz auf Seiten des Entwicklers. Außerdem muss er sich Gedanken darüber machen, wie die Applikation darauf reagiert, wenn der Monitor nicht in der vorgegebenen Zeitspanne erlangt werden kann. Deadlocks sind so jedoch ausgeschlossen.

Einige Beispiele

Zuerst schauen wir uns an, wie sich zwei Methoden verhalten, die von unterschiedlichen Threads aus aufgerufen werden. Eine dieser Methoden ist durch ein lock verriegelt:

class Program
{
static void Main( string[] args )
{
AsyncTest test = new AsyncTest( );
Thread thread1 = new Thread(new ThreadStart(test.SyncLock1));
Thread thread2 = new Thread( new ThreadStart( test.UnsyncLock1 ) );

thread1.Start( );
thread2.Start( );
Console.ReadLine( );
}
}

public class AsyncTest
{
private object lock1 = new object( );

public void SyncLock1( )
{
lock ( lock1 )
{
for ( int i = 1; i <= 20; i++ )
{
Console.Write( "SyncLock1 {0}|", i );
Thread.Sleep( 20 );
}
}
}

public void UnsyncLock1( )
{
for ( int i = 1; i <= 20; i++ )
{
Console.Write( "UnsyncLock1 {0}|", i );
Thread.Sleep( 20 );
}
}
}

Auf der Konsole wird folgendes ausgegeben:


Man kann also sehen, dass die beiden Threads sich nicht von dem lock des einen beeindrucken lassen. Warum auch, schließlich wird keiner durch das lock tangiert.

Ändern wir das Programm etwas ab und fügen eine Methode hinzu die ebenfalls durch ein lock verriegelt ist:

class Program
{
    static void Main( string[] args )
    {
        AsyncTest test = new AsyncTest( );
        Thread thread1 = new Thread(new ThreadStart(test.SyncLock1));
        Thread thread2 = new Thread( new ThreadStart(test.SyncLock2 ) );

        thread1.Start( );
        thread2.Start( );
        Console.ReadLine( );
    }
}

public class AsyncTest
{
    private object lock1 = new object( );
    private object lock2 = new object( );

    public void SyncLock1( )
    {
        lock ( lock1 )
        {
            for ( int i = 1; i <= 20; i++ )
            {
                Console.Write( "SyncLock1 {0}|", i );
                Thread.Sleep( 20 );
            }
        }
    }

    public void SyncLock2( )
    {
        lock ( lock2 )
        {
            for ( int i = 1; i <= 20; i++ )
            {
                Console.Write( "SyncLock2 {0}|", i );
                Thread.Sleep( 20 );
            }
        }
    }
}

Die Konsolenausgabe gleicht der des ersten Beispiels:


Denn auch hier ist es so, dass beide Methoden unabhängige Locks verwenden, sodass keine die andere beeinflusst.

Verriegeln wir nun die zwei Methoden mit demselben lock-Objekt:

class Program
{
    static void Main( string[] args )
    {
        AsyncTest test = new AsyncTest( );
        Thread thread1 = new Thread(new ThreadStart(test.SyncLock1));
        Thread thread2 = new Thread( new ThreadStart( test.SyncLock3 ) );

        thread1.Start( );
        thread2.Start( );
        Console.ReadLine( );
    }
}

public class AsyncTest
{
    private object lock1 = new object( );
    
    public void SyncLock1( )
    {
        lock ( lock1 )
        {
            for ( int i = 1; i <= 20; i++ )
            {
                Console.Write( "SyncLock1 {0}|", i );
                Thread.Sleep( 20 );
            }
        }
    }

    public void SyncLock3( )
    {
        lock ( lock1 )
        {
            for ( int i = 1; i <= 20; i++ )
            {
                Console.Write( "SyncLock3 {0}|", i );
                Thread.Sleep( 20 );
            }
        }
    }
}

Die Methoden werden nun nacheinander abgearbeitet:



Was bedeutet dies nun?

Auf ein Objekt kann nur ein lock (intern ja eigentlich ein Monitor) vergeben werden. Verwenden verschiedene Methoden verschiedene lock-Objekte, beeinflussen sich diese Methoden nicht. Verwenden sie das gleiche lock-Objekt, warten alle Threads, die die Critical Section betreten wollen, bis sie Einer nach dem Anderen das lock auf das Objekt erhalten. Damit einher geht natürlich die Notwendigkeit, dass ein Thread, der eine Critical Section betritt, beim Verlassen dieser das Lock-Objekt wieder freigibt, sodass ein anderer Thread die Critical Section betreten kann.

Links

Ausblick

Im nächsten Teil werde ich das Synchronisationsobjekt Monitor beleuchten. Bis dahin freue ich mich über Rückmeldungen zu diesem Teil.

Sunday, June 08, 2008 3:54:14 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00) #    Comments [0] | Trackback