Wie man sieht, habe ich es nicht geschafft, der Shutdown Day-Bewegung zu folgen. Für mich war dieser bereits gestern. Heute gab es jedoch ein Ereignis, von dem berichtet werden muss:
In Siegen gab es einen Flashmob! Laut der SchülerCC-Gruppe, die wohl die Hauptorganisation der Aktion durchführte, war dies der zweite Flashmob in Siegen. Ich war mit der Kamera vor Ort, konnte jedoch keine brauchbaren Ergebnisse erzielen.
Was ist ein Flashmob?Laut Wikipedia ist ein Flashmob ein Blitzauflauf. Per Internet wird ein Treffpunkt organisiert, an dem sich dann scheinbar aus dem Nichts ein immenser Auflauf bildet. Der gesamte Mob führt dabei die gleiche Handlung aus. Nach der Aktion löst sich der Mob ebenso schnell in alle Richtungen auf, wie er sich gebildet hat.
Was in Siegen passierte?Gegen 14:45 Uhr füllt sich langsam, aber sicher, das Erdgeschoss der dort ansässigen Einkaufsmeile. Die Sicherheitskräfte waren augenscheinlich eingeweiht, da teilweise Rolltreppen von anderen Stockwerken ins Erdgeschoss abgestellt wurden. Gegen 14:55 Uhr war allerdings fast kein Durchkommen mehr. Von Passanten wurden wir gefragt, was denn hier los sei, worauf ein Bekannter sagte, es werde eine Autogrammstunde mit einem noch nicht bekannten DSDS-Teilnehmer geben. Gegen 15:00 Uhr konnte ich den angekündigten Pfiff vernehmen, worauf sich im vorderen Teil der Einkaufspassage alle auf den Boden legten. In dem Bereich, in dem ich mehr oder weniger eingeklemmt war, wurde der Pfiff gnadenlos ignoriert. Dadurch breitete sich das Ganze mehr als Laola durch die Passage, was jedoch den kollektiven Eindruck extrem störte. Nach noch nicht einmal einer Minute standen jedoch schon wieder alle, von den angekündigten zwei Minuten war also nur noch die Hälfte übrig geblieben. Somit war es für mich extrem schwer, aus der dunklen Ecke, in der ich eingezwängt war, in die helleren Bereiche vorzudringen. Als ich dort war, war das Spektakel bereits vorbei und es waren keine guten Bilder in der Kiste. Leider.
Persönliche Eindrücke- Gut, dass es eine Bewegung gibt, die absolut unpolitisch die verschiedensten Jugendgruppen anspricht.
- Gut, dass die Jugendlichen mit solchen Aktionen feststellen können, dass sie es locker schaffen, den normalen Verkehr in einer Einkaufspassage komplett zum erliegen zu bringen.
- Gut, dass es sehr viele Teilnehmer waren.
- Schlecht, dass fast mehr Schaulustige als Teilnehmer anwesend waren.Schlecht, dass sich eine solche Menge (ich schätze ca. 300 Teilnehmer) nur auf zwei Haufen ballt. In vielen kleinen Gruppen auf allen drei Stockwerken wäre die Aktion viel imposanter gewesen.
- Schlecht, dass eine von zwei Gruppen den Einsatz total verpennt.
- Schlecht, dass es nur einen Organisator gab, der es nicht geschafft hat, die Gruppen zu verteilen, wobei er vorher bei beiden Gruppen mit Leuten gesprochen hat. Dort hätte es mehrere geben müssen, die sich auf die Aktion vorbereitet haben müssten.
- Schlecht, dass es nicht sehr spontan aussah. Wenn man wusste, was passiert, konnte man bereits ab 14:35 Uhr die ersten Anzeichen erkennen.
FazitBleibt zu hoffen, dass solche Aktionen in Zukunft wiederholt werden (natürlich nicht die selben) und dass sich die Organisatoren etwas mehr zutrauen. Lieber 50 Leute auf drei Stockwerken verteilen, als 300 auf einem Haufen. Und mir persönlich wäre es sehr lieb, wenn man die angekündigten Zeiten erstens einhalten und zweitens verlängern könnte. Denn nichts beschreibt einen Flashmob besser als Bilder. Bei solch kurzen Aktionen ist es jedoch extrem schwierig, vernünftige Resultate zu erzielen.