# Monday, May 03, 2010

Gegen eine Subventionierung von Elektroautos

Die Bundesregierung erwägt bereits seit geraumer Zeit, die Markteinführung von Elektroautos in irgendeiner Form zu subventionieren. Und auch nicht zum ersten Mal wird diese Strategie als falsch eingestuft. So auch aktuell wieder im Rahmen des Elektromobilitätsgipfels der Bundesregierung. Experten warnen vor der einseitigen Förderung von Technologien. Vielmehr sei noch gar nicht klar, welche Art der Energieversorgung in zukünftigen Fahrzeugen verwendet wird. Lege sich die Bundesregierung nun auf ein Technologie fest, könnte sich dies später als Fehlentscheidung und damit als Hindernis für die deutschen Autobauer erweisen.

Als naheliegende Alternativ käme die breitere Streuung der Subventionen auf mehrere Technologien in Betracht. Doch auch mit einer Streuung wäre bereits eine Auswahl getroffen. Es ist daher sinnvoller, nicht die Einführung einer Technologie zu subventionieren, sondern die Erzeugung schädlicher Stoffe zu bestrafen. So schafft man einen breiten Anreiz, klimaschädliche Stoffe zu vermeiden, egal auf welche Weise. Dieser Ansatz wird bereits durch den Handel mit Emissionsrechten im großwirtschaftlichem Rahmen praktiziert, jedoch noch nicht für alle Emittenten und auch nicht in ausreichendem Umfang.

Denkt man diese Idee weiter, kommt man schnell an den Punkt, an dem jeder Autofahrer, jeder Spediteur und jeder Kapitän für seinen Kraftstoffverbrauch Emissionsrechte erwerben muss. Dies ist jedoch praktisch nur mit immensem Aufwand umzusetzen. Fluglinien hätten es dort wesentlich einfacher, aber es gibt bereits Bestrebungen, diese in den Emissionshandel einzubinden. Für die Kleinmengenabnehmer käme als Alternative die Abführung der Kosten für das Emissionsrecht beim Erwerb des Kraftstoffs in Form einer Emissionsrechtesteuer in Frage. Dabei handelt es sich um ein bereits für die Mineralölsteuer bewährtes System, was um einen zusätzlichen Nutzen erweitert wird. Wird weiterführend die Emissionsrechtesteuer auch noch mit der Schädlichkeit des Kraftstoffs gewichtet, hätte man außerdem eine nachvollziehbare Handhabe gegen z.B. die Verfeuerung von Schweröl in Schiffsmotoren und die damit einhergehende stärkere Belastung der Bevölkerung in Hafenregionen.

Mit den Mehreinnahmen aus dieser Emissionsrechtesteuer könnte nun die Entwicklung neuer Technologien gefördert werden, jedoch immer in Anbetracht der Nichtfokussierung. Es müssten keine Mittel von anderen Haushaltsposten abgezweigt werden, um die Subventionierung vorzunehmen, und die relative Verringerung des preislichen Abstands zwischen herkömmlichem und umweltschonendem Antrieb wäre trotzdem gegeben.

Monday, May 03, 2010 6:33:00 PM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00) #  Comments [0] | Trackback
# Sunday, May 02, 2010

ecosia, Krombacher und der WWF

Es gibt diverse Aktionen zur Rettung des Regenwalds. So rettet zum Beispiel Krombacher pro Kauf eines Kastens einen Quadratmeter der grünen Lunge des Planeten. Eine andere Aktion unterstützt die Suchmaschine ecosia, die mit der Einblendung von Werbung Geld verdient, welches dann anteilig gespendet wird.

Allen Aktionen gemein ist, dass der WWF als Organisation dahintersteht, die die Rettung des Regenwalds koordiniert. Doch ob der WWF als Retter im eigentlichen Sinne bezeichnet werden kann, ist auf den ersten Blick nicht ersichtlich. Hegen sich doch ob der Angaben zu den einzelnen Projekten einige Zweifel. Vergleicht man zum Beispiel die Regenwaldrettungsaktion von Krombacher mit der von ecosia, so fällt auf, dass die Firmen für die Rettung eins Quadratmeter Regenwaldes unterschiedlich viel zahlen müssen. Im Falle von Krombacher beläuft sich der Preis auf 0,04?/m², bei ecosia sollen es jedoch nur 0,0005?/m² sein. Glaubt man aber der Abrechnung von ecosia selbst, kommt man wieder auf den Betrag, den auch Krombacher für einen Quadratmeter entrichtet, nämlich 0,04?. Wenn man beim WWF direkt spendet, kostet der Schutz übrigens nur 0,0002?/m².

Wie diese Diskrepanz begründet ist, schilderte mir Constanze vom WWF. So ist es nicht der WWF allein, der sich um den Schutz eines Gebietes kümmert, sonder dies passiert immer in Verbindung mit mehreren, vor allem auch lokalen Organisationen und Behörden. Außerdem unterscheiden sich die Gebiete stark in ihrer Schutzbedürftigkeit und der durchzuführenden Maßnahmen. Auf Grund dieser lokalen Begebenheiten und vor allem auch wegen der unterschiedlichen Kosten für den Landerwerb in unterschiedlichen Gebieten kann es zu den oben geschilderten Diskrepanzen kommen. So liegt zum Beispiel das Gebiet, in welchem die Unterstützung von ecosia eingesetzt wird, im Juruena Nationalpark am Amazonas. Der dortige Einsatz vom WWF Deutschland ist nur ein Teil des großen Regenwaldschutzprojekts ARPA (Amazon Region Protected Areas).

Auch das Gebiet, welches durch den WWF-eigenen Spendenaufruf geschützt werden soll, liegt am Amazonas. Allerdings liegt Putumayo eben nicht im Juruena Nationalpark und erfordert auch sonst andere Schutzmaßnahmen. Dies führt dann dazu, dass bereits mit einem geringeren Einsatz ein bestimmter Bereich geschützt werden kann.

Der Vollständigkeit halber: Das Krombacher-Projekt schützt afrikanischen Regenwald. Dass dieser den gleichen "Preis" wie der Juruena-Regenwald hat, ist wohl eher Zufall.

Sunday, May 02, 2010 12:39:00 PM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00) #  Comments [0] | Trackback
# Saturday, March 20, 2010

Wichtige Rechner müssen vom Netz! Und dann?

Sandro Gaycken schrieb kürzlich, man müsse wichtige Rechner vom Netz nehmen, um deren Integrität und Sicherheit gewährleisten zu können. Hatte er doch pauschal pro 1 Mio. Codezeilen zwischen 15.000 und 50.000 Angriffsvektoren ausgemacht, die es Angreifern ermöglichen, Zugriff auf besagte Rechner zu erlangen. Ob das System jedoch ohne die Möglichkeit des äußeren Zugriffs sicher ist, ist noch nicht bewiesen. Auch wurde ja bereits mehrfach die Vermutung geäußert, dass die meisten Angriffe auf informationsverarbeitende System von Insidern durchgeführt werden. Ein Insider ist dabei zum Beispiel ein frustrierter Bediener des Systems. Das klassische Feindbild des Crackers, der per Netzwerk in ein System einbricht, stellt also nicht das Bedrohlichste dar. Und vor dem Angriff des Insiders schützt auch die Isolation nicht. Darüber hinaus scheint es mir fraglich, ob ein System, welches isoliert betrieben wird, überhaupt noch sinnvoll ist. Meist ist es doch gerade die Möglichkeit der Vernetzung, die dem System erst dessen Sinn und damit dessen Daseinsberechtigung gibt. Eine Isolation würde somit das System selbst hinfällig werden lassen.

Bei dem einen oder anderen System wäre dies allerdings durchaus begrüßenswert.

Saturday, March 20, 2010 9:57:00 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00) #  Comments [0] | Trackback
# Saturday, March 06, 2010

Warum gibt es Parteien, die nicht regieren wollen?

Die Linkspartei in NRW schließt eine Regierungsbeteiligung nach der Landtagswahl 2010 aus. Damit bleibt die Frage, warum sie dann überhaupt antritt? Geht es den Dunkelroten darum, keine Verantwortung übernehmen zu müssen und damit auch nicht in die Bredouille zu kommen, Fehler zu begehen? Oder ist es Kalkül, da sie wissen, dass ihre Wahlaussagen nicht umsetzbar sind?

"Manchmal ist Regieren der größere Mist als Opposition" sagt Klaus Ernst.

Bleibt zu hoffen, dass das "Manchmal" auch so gemeint war und nicht ein "Meistens" werden sollte.

Was auch immer die wahre Gründe sind, bedenklich stimmt es allemal, wenn das Parteiensystem derart ad absurdum geführt wird. So ist es doch immanente Aufgabe einer Partei, die Interessen der Menschen zu vertreten, die der Partei im Zuge einer Wahl ihre Stimme geben. Wenn aber eine Partei sich der Aufgabe der Interessenvertretung verschließt, trotzdem aber zur Wahl antritt, sieht dies nach Missbrauch des Parteiensystems und des Wählervertrauens aus. Schließlich ist der Vorgang, einer Partei die eigene Stimme zu geben, nicht anderes, als der Partei den Auftrag zu erteilen, die eigenen Interessen zu vertreten. Zu Gute halten muss man der Linkspartei allerdings, dass sie vor der Wahl bereits ankündigt, dass sie nach der Wahl ihrem Auftrag nicht nachkommen will. Somit obliegt es jedem Wähler, selbst zu entscheiden, ob er der Linkspartei den Auftrag der Interessenmissachtung zuteil werden lässt.

Bleibt zu hoffen, dass solches Vorgehen nicht um sich greift. Nicht auszudenken, was aus den politischen Institutionen würde, wäre es nicht mehr möglich, aus den Mitgliedern eines Parlaments eine regierungsfähige Mehrheit zu bilden, weil niemand seine Aufgabe der Interessenvertretung erfüllen möchte.

Für die aktuell anstehende Landtagswahl in NRW scheint auf Grund des Nichtregierenwollens der Linkspartei die erfolgversprechendste Konstellation eine große Koalition zu sein. Diese lehnt die SPD allerdings ab. Es bliebe also nur noch Schwarz-Grün oder Schwarz-Gelb. Die Linkspartei betriebt somit versteckte Wahlhilfe für den amtierenden Ministerpräsidenten.

Saturday, March 06, 2010 3:20:00 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00) #  Comments [0] | Trackback
# Saturday, February 20, 2010

Das Netz ist weder anonym noch ortlos

Das Netz ist schnell, anonym, ortlos und global. Das Recht ist langsam, auf Individuen zugeschnitten und weitgehend territorial organisiert, immer noch. Das führt zu massiven Problemen bei der juristischen Regulierung des Cyberspace, zu einer schleichenden Erosion des Rechts im Internet.

Dieser Ausschnitt findet sich im ZEIT-Artikel Ein bisschen Staat muss sein von Heinrich Wefing. Leider beschreibt Herr Wefing das Netz nicht korrekt:

  1. Durch die Vorratsdatenspeicherung ist das Netz mindestens 6 Monate lang nicht ortlos. Vielmehr ist durch die Vorratsdatenspeicherung der Ort sogar vorhersagbar.
  2. Ebenfalls durch die Vorratsdatenspeicherung ist das Netz mindestens 6 Monate lang nicht anonym. Denn genau diese Zeit lang wird gespeichert, welcher Internetanschluss mit welchem Internetanschluss kommuniziert hat. Von Anonymität also keine Spur.

Ich stimmt jedoch mit Herrn Wefing überein, dass das Internet schnell und global ist. Dies stellt jedoch kein Makel, sondern gerade den Fortschritt dar. Auch ist es nicht Folge des Internet, dass das Recht langsam und territorial organisiert ist. Eine Korrektur sollte daher nicht das Internet langsam und territorial machen, wie es entsprechend für die Anonymität bereits durch die Vorratsdatenspeicherung geschehen, sondern die Korrektur sollte vielmehr das Recht den neuen Anforderungen anpassen, die durch das Internet an es gestellt werden.

Saturday, February 20, 2010 11:50:00 AM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00) #  Comments [0] | Trackback
# Saturday, February 13, 2010

Das neue Weltbild

Auf ZEIT Online erschien heute morgen ein Artikel über Google Street View von Gero von Randow. Von Randow schreibt dort, dass Google Street View ja überhaupt nicht so schlimm sei, wie viele behaupten. Im Gegenteil hätte es sogar Vorteile für die Bürger, da sie zum Beispiel nicht mehr einem Reisekatalog vertrauen müssten, wenn sie in Urlaub fahren möchten, sondern sich nun einfach ein eigenes Bild von einem Hotel machen können. Prinzipiell ist es ja kein verwerfliches Ziel, eine Prüfinstanz zu haben. Allerdings krankt die Idee daran, dass Google Street View in den Heimatorten der Urlauber stark verbreitet ist, in den Urlaubsorten jedoch oft nicht. So verbergen sich beispielsweise hinter diese Abzweigung in Dänemark, einem der beliebtesten Urlaubsländer der Deutschen, geschätzte 250 Ferienhäuser, die man sich in Street View leider nicht anschauen kann. Ähnlich sieht es auf Mallorca aus. Die Urlaubsregionen, welche präferiert von den Personenkreisen angesteuert werden, die sich überdurchschnittlich wenig für die Unterkunft interessieren, sind wenigstens in Grundzügen erfasst. Das Hinterland, welches für die finanzkräftigeren, anspruchsvolleren Urlauber eher attraktiv ist, wurde von Google bisher jedoch vollständig ignoriert.

Als Gegenargument gegen die flächendeckende Einführung von Google Street View führt von Randow an, man dürfe Terroristen deren Machenschaften nicht vereinfachen. Daher dürften zum Beispiel Bilder von Kindergärten nicht veröffentlicht werden. Nun ist mir allerdings schleierhaft, wie Bilder von Kindergärten die Machenschaften von Terroristen beflügeln können. Auf Basis dieses Arguments kann man auch sehr schön sein vorher gebrachtes Argument entkräften, dass sich nun die Verbraucher über Hotels oder aber eben auch den zukünftigen Kindergarten des Nachwuchses informieren können. Da Terroristen diese Informationen ebenfalls abrufen können, müssten sie jedoch nicht abrufbar sein, was dem Sinn von Street View zuwider läuft.

Auch der wirtschaftliche Aspekt wird angesprochen. So vertritt von Randow die Meinung, dass nicht einzelne Städte von Google Geld verlangen sollten dafür, dass Google eben diese Städte fotografiert. Vielmehr wäre es an Google selbst, Geld von den Städten einzunehmen, weil Street View ja einer Marketingplattform gleichkäme. Ich finde das eine gute Idee. Aber nicht auf der Ebene von Städten oder Kommunen. Google müsste von jedem einzelnen Hausbesitzer Geld verlangen. Und wer nicht zahlt, wird nicht veröffentlicht. Bei diesem Opt-In könnte jeder selbst entscheiden, ob er seine Bilder, seine Automarke, die Größe seines Pools veröffentlicht haben möchte. Das ist ein besseres Verfahren, als pro forma alles und jeden zu fotografieren, damit sich später die Betroffenen/Geschädigten durch langwierige Prozesse quälen müssen, um ihre Daten wieder herauszubekommen. Dieses Opt-Out ist nicht wünschenswert.

Leider schließt von Randow den Artikel mit einem Statement, dass ich nicht nachvollziehen kann. Die Tageszeitung Die Welt soll geschrieben haben, Google habe es auf

alles Wissen, alle Bilder dieser Welt

abgesehen. Von Randow kommentiert dies damit, dass er sagt, es stimme weder die Voraussetzung noch die Folge.

Wer wollte ernsthaft behaupten, das Wissen (gar »alles Wissen«) sei just das, was man mit Suchbefehlen finden kann? Oder »alle Bilder dieser Welt« befänden sich im Netz?

Das Problem ist doch eben nicht, dass alle Bilder im Netz oder nicht im Netz zu finden sind. Das Problem ist, dass die Mehrheit der Menschen das Netz nur durch den Filter von Google erfahren. Webhits listet Google zum Beispiel mit einem Marktanteil in Deutschland von 89,4%, weltweit sieht es nicht viel besser aus. Auch wenn man den Zahlen nicht traut, zeigen sie doch ganz klar die Dominanz, die Google in bestimmten Marktbereichen mittlerweile inne hat. Und diese Dominanz ist das gefährliche. Für viele Leute ist es leider so, dass Wissen das ist, was im Internet auffindbar ist. Und für viele Leute gibt es auch keinen Unterschied zwischen einer Adressleiste eines Browsers und dem Suchfeld einer Suchmaschine. Möchte man den Internet-Auftritt der ZEIT besuchen, öffnet man nicht einen Browser und tippt www.zeit.de in dessen Adressleiste, sondern man öffnet einen Browser, findet dort als Startseite ein Suchfenster von Google und tippt dort www.zeit.de ein. Als erster Treffer wird dann das gesucht Objekt angezeigt und man ist zufrieden. Dies kann man selbst sehr schön an Hand des Google Dienstes Insights feststellen.

Saturday, February 13, 2010 6:59:00 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00) #  Comments [0] | Trackback
# Thursday, February 11, 2010

Informatiker sind schon ein lustiger Typ Mensch

Temperatursensor

Der Benutzer erhält eine Anzeige der Detailinformationen eines Temperatursensors. Die Detailinformationen setzen sich aus folgenden Daten zusammen:

  •  Temperatur

Thursday, February 11, 2010 1:38:44 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00) #  Comments [0] | Trackback
# Friday, January 08, 2010

Windows Search in Thunderbird 3 nachträglich aktivieren

Thunderbird 3 unterstütz nun die Windows Suche, die ab Vista Bestandteil von Windows ist. Damit ist es möglich, über die Windows Suche auch den Inhalt seiner Postfächer zu durchsuchen. Thunderbird fragt dazu beim Erststart des Programms ab, ob man die Inhalt für die Indizierung durch die Windows Suche freigeben möchte. Hat man dies verneint und möchte es nachträglich aktivieren, hier der Hinweis, dass die Einstellung unter "Extras - Einstellungen - Erweitert - Allgemein - Erweiterte Konfiguration (about:config)" zu finden ist. Dort kann man den Haken bei "Globale Suche und Nachrichtenindizierung aktivieren" setzen.

Warum diese Option dort gelandet ist, erschließt sich mir nicht. Ich vermute, dass die Änderung recht spät im Entwicklungsprozess hinzugekommen ist und man schlicht keinen besseren Platz mehr suchen konnte. Thematisch würde es ja besser zu "Inhalt" passen, ließe sich aber auch noch in den Konteneinstellungen unter Speicherplatz vermuten.

Friday, January 08, 2010 2:26:00 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00) #  Comments [0] | Trackback
# Sunday, December 27, 2009

Der Grund der grauen Ordnernamen in Thunderbird 3

Vor kurzem habe ich mich über die schlechte Lesbarkeit von verschiedenen Ordnernamen in Thunderbird 3 beschwert. Nun habe ich eine erklärende Antwort auf meine Anfrage an die Mozilla Community bekommen. Thunderbird unterscheidet ab Version 3 zwischen Ordnern mit ungelesenen Elementen und Ordnern mit neuen Elementen. Ordner mit ungelesenen Elementen werden fett dargestellt, Ordner mit neuen Elementen fett und grau. Damit wäre ja dann der Grund geklärt. Ob dieses Feature sinnvoll ist, lasse ich aber mal dahingestellt.

Folgende Punkte stören mich persönlich daran:

  • Durch die graue Farbe sinkt der Kontrast und man kann nicht mehr so gut erkennen, wie der Ordner heißt und wie viele ungelesene Elemente in ihm enthalten sind
  • Grau signalisiert bei UI-Elementen so etwas wie “inaktiv” oder “nicht möglich”.
  • Es ist nicht konfigurierbar, auch nicht über about:config

 

An Hand der Community-Antwort lässt sich aber noch ein weiterer interessanter Aspekt von Softwarequalität erkennen. So schreibt da ein Nutzer, er wäre sicher, dass es einen Weg gibt, die Farbe der Ordnernamen über CSS anzupassen, aber wie das geht, solle doch bitte jemand anderes raussuchen, er wäre gerade zu faul dazu. Das Umfeld, in dem diese Aussage getätigt wurde, ist der von stackoverflow.com ähnlich. Für eine Antwort scheint es Punkte zu geben, sofern die Antwort hilfreich ist. Um eine hilfreiche Antwort zu schreiben, muss man entweder sehr schnell oder sehr gründlich sein. Sehr gründlich ist den meisten aber zu viel Arbeit oder übersteigt ihre Fähigkeiten oder ihr Wissen, sodass dann nur noch sehr schnell als Punktmultiplikator gilt. Dies führt dann dazu, dass nur noch der tatsächliche Grund eines Problems genannt wird mit dem Hinweis, dass es eine Lösung gibt. Die Lösung selbst ist aber etwas komplizierter und wird daher nicht genannt. Ich tätige hier nun mal die Vermutung, dass der Grund für ein Problem nur einer Minderheit weiter hilft, die Mehrheit sich wahrscheinlich über die Lösung mehr freuen würde. Aber durch das Belohnungssystem in der Community ist diese Art des Supports bei den Helfenden nicht mehr sehr beliebt.

Man kann sich also eine Support-Community á la stackoverflow.com aufbauen, muss sich aber bewusst sein, dass deren Niveau nicht der eines Wiki-Hilfetexts oder gar eines Manuals gleich kommt. Nicht jeder neue Web 2.0-Hammer schlägt Nägel besser als der Alte in die Wand.

Sunday, December 27, 2009 12:39:00 AM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00) #  Comments [0] | Trackback
# Tuesday, December 22, 2009

Wo kommt die schlechte Software eigentlich her?

Für alle Informatiker ein Denkanstoß, für alle Nicht-Informatiker etwas Erschreckendes:

Dilbert.com

Tuesday, December 22, 2009 10:36:00 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00) #  Comments [0] | Trackback