# Saturday, March 20, 2010

Wichtige Rechner müssen vom Netz! Und dann?

Sandro Gaycken schrieb kürzlich, man müsse wichtige Rechner vom Netz nehmen, um deren Integrität und Sicherheit gewährleisten zu können. Hatte er doch pauschal pro 1 Mio. Codezeilen zwischen 15.000 und 50.000 Angriffsvektoren ausgemacht, die es Angreifern ermöglichen, Zugriff auf besagte Rechner zu erlangen. Ob das System jedoch ohne die Möglichkeit des äußeren Zugriffs sicher ist, ist noch nicht bewiesen. Auch wurde ja bereits mehrfach die Vermutung geäußert, dass die meisten Angriffe auf informationsverarbeitende System von Insidern durchgeführt werden. Ein Insider ist dabei zum Beispiel ein frustrierter Bediener des Systems. Das klassische Feindbild des Crackers, der per Netzwerk in ein System einbricht, stellt also nicht das Bedrohlichste dar. Und vor dem Angriff des Insiders schützt auch die Isolation nicht. Darüber hinaus scheint es mir fraglich, ob ein System, welches isoliert betrieben wird, überhaupt noch sinnvoll ist. Meist ist es doch gerade die Möglichkeit der Vernetzung, die dem System erst dessen Sinn und damit dessen Daseinsberechtigung gibt. Eine Isolation würde somit das System selbst hinfällig werden lassen.

Bei dem einen oder anderen System wäre dies allerdings durchaus begrüßenswert.

Saturday, March 20, 2010 9:57:00 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00) #  Comments [0] | Trackback
# Saturday, March 06, 2010

Warum gibt es Parteien, die nicht regieren wollen?

Die Linkspartei in NRW schließt eine Regierungsbeteiligung nach der Landtagswahl 2010 aus. Damit bleibt die Frage, warum sie dann überhaupt antritt? Geht es den Dunkelroten darum, keine Verantwortung übernehmen zu müssen und damit auch nicht in die Bredouille zu kommen, Fehler zu begehen? Oder ist es Kalkül, da sie wissen, dass ihre Wahlaussagen nicht umsetzbar sind?

"Manchmal ist Regieren der größere Mist als Opposition" sagt Klaus Ernst.

Bleibt zu hoffen, dass das "Manchmal" auch so gemeint war und nicht ein "Meistens" werden sollte.

Was auch immer die wahre Gründe sind, bedenklich stimmt es allemal, wenn das Parteiensystem derart ad absurdum geführt wird. So ist es doch immanente Aufgabe einer Partei, die Interessen der Menschen zu vertreten, die der Partei im Zuge einer Wahl ihre Stimme geben. Wenn aber eine Partei sich der Aufgabe der Interessenvertretung verschließt, trotzdem aber zur Wahl antritt, sieht dies nach Missbrauch des Parteiensystems und des Wählervertrauens aus. Schließlich ist der Vorgang, einer Partei die eigene Stimme zu geben, nicht anderes, als der Partei den Auftrag zu erteilen, die eigenen Interessen zu vertreten. Zu Gute halten muss man der Linkspartei allerdings, dass sie vor der Wahl bereits ankündigt, dass sie nach der Wahl ihrem Auftrag nicht nachkommen will. Somit obliegt es jedem Wähler, selbst zu entscheiden, ob er der Linkspartei den Auftrag der Interessenmissachtung zuteil werden lässt.

Bleibt zu hoffen, dass solches Vorgehen nicht um sich greift. Nicht auszudenken, was aus den politischen Institutionen würde, wäre es nicht mehr möglich, aus den Mitgliedern eines Parlaments eine regierungsfähige Mehrheit zu bilden, weil niemand seine Aufgabe der Interessenvertretung erfüllen möchte.

Für die aktuell anstehende Landtagswahl in NRW scheint auf Grund des Nichtregierenwollens der Linkspartei die erfolgversprechendste Konstellation eine große Koalition zu sein. Diese lehnt die SPD allerdings ab. Es bliebe also nur noch Schwarz-Grün oder Schwarz-Gelb. Die Linkspartei betriebt somit versteckte Wahlhilfe für den amtierenden Ministerpräsidenten.

Saturday, March 06, 2010 3:20:00 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00) #  Comments [0] | Trackback
# Saturday, February 20, 2010

Das Netz ist weder anonym noch ortlos

Das Netz ist schnell, anonym, ortlos und global. Das Recht ist langsam, auf Individuen zugeschnitten und weitgehend territorial organisiert, immer noch. Das führt zu massiven Problemen bei der juristischen Regulierung des Cyberspace, zu einer schleichenden Erosion des Rechts im Internet.

Dieser Ausschnitt findet sich im ZEIT-Artikel Ein bisschen Staat muss sein von Heinrich Wefing. Leider beschreibt Herr Wefing das Netz nicht korrekt:

  1. Durch die Vorratsdatenspeicherung ist das Netz mindestens 6 Monate lang nicht ortlos. Vielmehr ist durch die Vorratsdatenspeicherung der Ort sogar vorhersagbar.
  2. Ebenfalls durch die Vorratsdatenspeicherung ist das Netz mindestens 6 Monate lang nicht anonym. Denn genau diese Zeit lang wird gespeichert, welcher Internetanschluss mit welchem Internetanschluss kommuniziert hat. Von Anonymität also keine Spur.

Ich stimmt jedoch mit Herrn Wefing überein, dass das Internet schnell und global ist. Dies stellt jedoch kein Makel, sondern gerade den Fortschritt dar. Auch ist es nicht Folge des Internet, dass das Recht langsam und territorial organisiert ist. Eine Korrektur sollte daher nicht das Internet langsam und territorial machen, wie es entsprechend für die Anonymität bereits durch die Vorratsdatenspeicherung geschehen, sondern die Korrektur sollte vielmehr das Recht den neuen Anforderungen anpassen, die durch das Internet an es gestellt werden.

Saturday, February 20, 2010 11:50:00 AM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00) #  Comments [0] | Trackback
# Saturday, February 13, 2010

Das neue Weltbild

Auf ZEIT Online erschien heute morgen ein Artikel über Google Street View von Gero von Randow. Von Randow schreibt dort, dass Google Street View ja überhaupt nicht so schlimm sei, wie viele behaupten. Im Gegenteil hätte es sogar Vorteile für die Bürger, da sie zum Beispiel nicht mehr einem Reisekatalog vertrauen müssten, wenn sie in Urlaub fahren möchten, sondern sich nun einfach ein eigenes Bild von einem Hotel machen können. Prinzipiell ist es ja kein verwerfliches Ziel, eine Prüfinstanz zu haben. Allerdings krankt die Idee daran, dass Google Street View in den Heimatorten der Urlauber stark verbreitet ist, in den Urlaubsorten jedoch oft nicht. So verbergen sich beispielsweise hinter diese Abzweigung in Dänemark, einem der beliebtesten Urlaubsländer der Deutschen, geschätzte 250 Ferienhäuser, die man sich in Street View leider nicht anschauen kann. Ähnlich sieht es auf Mallorca aus. Die Urlaubsregionen, welche präferiert von den Personenkreisen angesteuert werden, die sich überdurchschnittlich wenig für die Unterkunft interessieren, sind wenigstens in Grundzügen erfasst. Das Hinterland, welches für die finanzkräftigeren, anspruchsvolleren Urlauber eher attraktiv ist, wurde von Google bisher jedoch vollständig ignoriert.

Als Gegenargument gegen die flächendeckende Einführung von Google Street View führt von Randow an, man dürfe Terroristen deren Machenschaften nicht vereinfachen. Daher dürften zum Beispiel Bilder von Kindergärten nicht veröffentlicht werden. Nun ist mir allerdings schleierhaft, wie Bilder von Kindergärten die Machenschaften von Terroristen beflügeln können. Auf Basis dieses Arguments kann man auch sehr schön sein vorher gebrachtes Argument entkräften, dass sich nun die Verbraucher über Hotels oder aber eben auch den zukünftigen Kindergarten des Nachwuchses informieren können. Da Terroristen diese Informationen ebenfalls abrufen können, müssten sie jedoch nicht abrufbar sein, was dem Sinn von Street View zuwider läuft.

Auch der wirtschaftliche Aspekt wird angesprochen. So vertritt von Randow die Meinung, dass nicht einzelne Städte von Google Geld verlangen sollten dafür, dass Google eben diese Städte fotografiert. Vielmehr wäre es an Google selbst, Geld von den Städten einzunehmen, weil Street View ja einer Marketingplattform gleichkäme. Ich finde das eine gute Idee. Aber nicht auf der Ebene von Städten oder Kommunen. Google müsste von jedem einzelnen Hausbesitzer Geld verlangen. Und wer nicht zahlt, wird nicht veröffentlicht. Bei diesem Opt-In könnte jeder selbst entscheiden, ob er seine Bilder, seine Automarke, die Größe seines Pools veröffentlicht haben möchte. Das ist ein besseres Verfahren, als pro forma alles und jeden zu fotografieren, damit sich später die Betroffenen/Geschädigten durch langwierige Prozesse quälen müssen, um ihre Daten wieder herauszubekommen. Dieses Opt-Out ist nicht wünschenswert.

Leider schließt von Randow den Artikel mit einem Statement, dass ich nicht nachvollziehen kann. Die Tageszeitung Die Welt soll geschrieben haben, Google habe es auf

alles Wissen, alle Bilder dieser Welt

abgesehen. Von Randow kommentiert dies damit, dass er sagt, es stimme weder die Voraussetzung noch die Folge.

Wer wollte ernsthaft behaupten, das Wissen (gar »alles Wissen«) sei just das, was man mit Suchbefehlen finden kann? Oder »alle Bilder dieser Welt« befänden sich im Netz?

Das Problem ist doch eben nicht, dass alle Bilder im Netz oder nicht im Netz zu finden sind. Das Problem ist, dass die Mehrheit der Menschen das Netz nur durch den Filter von Google erfahren. Webhits listet Google zum Beispiel mit einem Marktanteil in Deutschland von 89,4%, weltweit sieht es nicht viel besser aus. Auch wenn man den Zahlen nicht traut, zeigen sie doch ganz klar die Dominanz, die Google in bestimmten Marktbereichen mittlerweile inne hat. Und diese Dominanz ist das gefährliche. Für viele Leute ist es leider so, dass Wissen das ist, was im Internet auffindbar ist. Und für viele Leute gibt es auch keinen Unterschied zwischen einer Adressleiste eines Browsers und dem Suchfeld einer Suchmaschine. Möchte man den Internet-Auftritt der ZEIT besuchen, öffnet man nicht einen Browser und tippt www.zeit.de in dessen Adressleiste, sondern man öffnet einen Browser, findet dort als Startseite ein Suchfenster von Google und tippt dort www.zeit.de ein. Als erster Treffer wird dann das gesucht Objekt angezeigt und man ist zufrieden. Dies kann man selbst sehr schön an Hand des Google Dienstes Insights feststellen.

Saturday, February 13, 2010 6:59:00 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00) #  Comments [0] | Trackback
# Thursday, February 11, 2010

Informatiker sind schon ein lustiger Typ Mensch

Temperatursensor

Der Benutzer erhält eine Anzeige der Detailinformationen eines Temperatursensors. Die Detailinformationen setzen sich aus folgenden Daten zusammen:

  •  Temperatur

Thursday, February 11, 2010 1:38:44 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00) #  Comments [0] | Trackback
# Friday, January 08, 2010

Windows Search in Thunderbird 3 nachträglich aktivieren

Thunderbird 3 unterstütz nun die Windows Suche, die ab Vista Bestandteil von Windows ist. Damit ist es möglich, über die Windows Suche auch den Inhalt seiner Postfächer zu durchsuchen. Thunderbird fragt dazu beim Erststart des Programms ab, ob man die Inhalt für die Indizierung durch die Windows Suche freigeben möchte. Hat man dies verneint und möchte es nachträglich aktivieren, hier der Hinweis, dass die Einstellung unter "Extras - Einstellungen - Erweitert - Allgemein - Erweiterte Konfiguration (about:config)" zu finden ist. Dort kann man den Haken bei "Globale Suche und Nachrichtenindizierung aktivieren" setzen.

Warum diese Option dort gelandet ist, erschließt sich mir nicht. Ich vermute, dass die Änderung recht spät im Entwicklungsprozess hinzugekommen ist und man schlicht keinen besseren Platz mehr suchen konnte. Thematisch würde es ja besser zu "Inhalt" passen, ließe sich aber auch noch in den Konteneinstellungen unter Speicherplatz vermuten.

Friday, January 08, 2010 2:26:00 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00) #  Comments [0] | Trackback
# Sunday, December 27, 2009

Der Grund der grauen Ordnernamen in Thunderbird 3

Vor kurzem habe ich mich über die schlechte Lesbarkeit von verschiedenen Ordnernamen in Thunderbird 3 beschwert. Nun habe ich eine erklärende Antwort auf meine Anfrage an die Mozilla Community bekommen. Thunderbird unterscheidet ab Version 3 zwischen Ordnern mit ungelesenen Elementen und Ordnern mit neuen Elementen. Ordner mit ungelesenen Elementen werden fett dargestellt, Ordner mit neuen Elementen fett und grau. Damit wäre ja dann der Grund geklärt. Ob dieses Feature sinnvoll ist, lasse ich aber mal dahingestellt.

Folgende Punkte stören mich persönlich daran:

  • Durch die graue Farbe sinkt der Kontrast und man kann nicht mehr so gut erkennen, wie der Ordner heißt und wie viele ungelesene Elemente in ihm enthalten sind
  • Grau signalisiert bei UI-Elementen so etwas wie “inaktiv” oder “nicht möglich”.
  • Es ist nicht konfigurierbar, auch nicht über about:config

 

An Hand der Community-Antwort lässt sich aber noch ein weiterer interessanter Aspekt von Softwarequalität erkennen. So schreibt da ein Nutzer, er wäre sicher, dass es einen Weg gibt, die Farbe der Ordnernamen über CSS anzupassen, aber wie das geht, solle doch bitte jemand anderes raussuchen, er wäre gerade zu faul dazu. Das Umfeld, in dem diese Aussage getätigt wurde, ist der von stackoverflow.com ähnlich. Für eine Antwort scheint es Punkte zu geben, sofern die Antwort hilfreich ist. Um eine hilfreiche Antwort zu schreiben, muss man entweder sehr schnell oder sehr gründlich sein. Sehr gründlich ist den meisten aber zu viel Arbeit oder übersteigt ihre Fähigkeiten oder ihr Wissen, sodass dann nur noch sehr schnell als Punktmultiplikator gilt. Dies führt dann dazu, dass nur noch der tatsächliche Grund eines Problems genannt wird mit dem Hinweis, dass es eine Lösung gibt. Die Lösung selbst ist aber etwas komplizierter und wird daher nicht genannt. Ich tätige hier nun mal die Vermutung, dass der Grund für ein Problem nur einer Minderheit weiter hilft, die Mehrheit sich wahrscheinlich über die Lösung mehr freuen würde. Aber durch das Belohnungssystem in der Community ist diese Art des Supports bei den Helfenden nicht mehr sehr beliebt.

Man kann sich also eine Support-Community á la stackoverflow.com aufbauen, muss sich aber bewusst sein, dass deren Niveau nicht der eines Wiki-Hilfetexts oder gar eines Manuals gleich kommt. Nicht jeder neue Web 2.0-Hammer schlägt Nägel besser als der Alte in die Wand.

Sunday, December 27, 2009 12:39:00 AM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00) #  Comments [0] | Trackback
# Tuesday, December 22, 2009

Wo kommt die schlechte Software eigentlich her?

Für alle Informatiker ein Denkanstoß, für alle Nicht-Informatiker etwas Erschreckendes:

Dilbert.com

Tuesday, December 22, 2009 10:36:00 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00) #  Comments [0] | Trackback

Und weil es gerade so schön ist, noch ein Beispiel für schlechte Software

Ich habe ein Depot bei einem größeren Geldinstitut, bei dem ich unter anderem etwas Geld in einem Tagesgeldfond liegen habe. Dieses Geld ist laut Geldinstitut “börsentäglich” verfügbar. Nun habe ich am Sonntag, den 20.12., dort einen Betrag angefordert. Da das Geld ja börsentäglich verfügbar ist, sollte man meinen, dass das Sonntags angeforderte Geld Dienstags auf dem Konto ist. Aber was muss ich gerade feststellen? Das Geld ist nicht da. Nach zwei Börsentagen noch kein Geld. Nun schau ich in meinem Orderbuch nach, wie denn der Status der Order ist. Dort ist lediglich zu entnehmen, dass die Order an das Depotsystem übertragen wurde.

Die Übertragung einer Order dauert also 48 Stunden.  Wenn ich mal grob überlege, was da so alles übertragen werden muss:

  1. Die Kundennummer
  2. Die Depotnummer
  3. Die Fondsnummer
  4. Der Betrag
  5. Die Information, dass die Order sofort gültig ist

Alles zusammen macht grob geschätzt 48 Byte Information. Die Übertragung dauert 48 Stunden, das macht also 1 Byte pro Stunde oder auch 450 Sekunden pro Bit. Vertrauenerweckende Infrastruktur.

Allein dies ist schon bemerkenswert, aber leider geht die Geschichte noch weiter.

Da ich es etwas unverschämt fand, dass meine Order, mir mein börsentäglich verfügbares Geld zur Verfügung zu stellen, 48 Stunden lang übertragen wird, wollte ich mich umgehend beschweren. Das macht man am besten mit Hilfe des Links “E-Mail an XY”. Nur leider verbirgt sich dahinter keine E-Mailadresse, sondern nur ein Kontaktformular. Ich bin ja persönlich kein Freund von Kontaktformularen, aber das kann man dem Geldinstitut ja nicht anlasten. Was mich allerdings als Programmierer wieder zur Weißglut treibt, ist folgendes:

Das erste Feld soll mit der Zugangsnummer ausgefüllt werden. Ich bin ja auch gerade nur an das System angemeldet, da wäre es ja zu viel verlangt, wenn sich genau dieses System die Zugangsnummer merken sollte.

Das zweite Feld ist mit der Depotnummer zu füllen. Nun ist es leider so, dass ich aus der Depotübersicht auf einen Link klicke, der mich zu einem Formular bringt, in das ich die Nummer des Depots eintragen soll, in dem ich auf einen Link geklickt habe.

Als nächstes soll mein Name angegeben werden. Warum sollte ich im ersten Feld meine dem System ohnehin bereits bekannte Zugangsnummer angeben? Damit man einen Personendatensatz finden kann, im dem mein Name gespeichert ist, um diesen dann zu ignorieren?. Also fragen wir hier ruhig den Namen nochmal ab, dann sind wir auf jeden Fall sicher, dass der gerade angemeldete Benutzer, der auch noch seinen Anmeldenamen angegeben hat, seinen realen Namen auch noch weiß. Ach, was könnten wir denn noch abfragen? Was ist denn noch viel zu tippen? Hmmm?? Genau, lasst uns doch auch noch die E-Mailadresse abfragen. Und um zu prüfen, ob der Benutzer, über den wir eh schon alles dreimal abgefragt haben, auch richtig tippen kann, lassen wir ihn die E-Mailadresse zweimal eingeben.

Und zu guter letzt gibt es in diesem Kontaktformular noch das Pflichtfeld Postleitzahl. - Warum?

Nein, wirklich. Warum wird hier über ein Pflichtfeld die Postleitzahl abgefragt? Was soll das? Was bringt diese dem System mittlerweile über 5 verschiedene Ecken bestätigte und neu zuordnungsbare Information für einen Nutzen im Beantworten einer über ein Kontaktformular eingegebenen E-Mail???

Zu diesem Epic Fail der Softwareindustrie kann ich nur sagen:

Liebe Benutzer der Produkte, die meine Berufsgruppe so alle verbricht: Bitte seht es uns nach. Denn wir wissen nicht, was wir tun.

Tuesday, December 22, 2009 10:22:00 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00) #  Comments [0] | Trackback

Graue Ordnernamen in Thunderbird 3

Seit einigen Tagen habe ich Thunderbird 3 installiert. Doch leider muss ich sagen, dass ich von den neuen Features noch keines wirklich nützlich einsetzen konnte, einige wünsche ich mir sogar schon wieder ausgeschaltet. Am störendsten ist für mich nicht nachvollziehbare Einfärbung der Ordnernamen. Befinden sich in einem Ordner ungelesene Elemente, so wurde bisher der Ordner fett geschrieben und in Klammern die Anzahl der ungelesenen Elemente an den Namen angehängt. Neuerdings wird nach mir schleierhaften Kriterien der Ordnername zusätzlich hellgrau dargestellt, sodass ich ihn fast nicht mehr vom weißen Hintergrund unterscheiden kann. Leider kann ich nirgends finden, warum die Ordnernamen ausgegraut werden oder wie man dieses Feature abschalten kann.

Falls jemanden bekannt sein sollte, was es mit den ausgegrauten Ordnernamen auf sich hat oder wie man dieses Feature ausschalten kann, freue ich mich über einen Hinweis. Sollte auch sonst niemand etwas darüber wissen, bestärkt sich mein aktueller Eindruck, nämlich dass es mal wieder ein großes Softwareprojekt nicht hinbekommt, eine für den Anwender benutzbare oder wenigstens dokumentierte Software zu bauen.

Tuesday, December 22, 2009 9:14:00 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00) #  Comments [1] | Trackback