# Saturday, February 13, 2010

Das neue Weltbild

Auf ZEIT Online erschien heute morgen ein Artikel über Google Street View von Gero von Randow. Von Randow schreibt dort, dass Google Street View ja überhaupt nicht so schlimm sei, wie viele behaupten. Im Gegenteil hätte es sogar Vorteile für die Bürger, da sie zum Beispiel nicht mehr einem Reisekatalog vertrauen müssten, wenn sie in Urlaub fahren möchten, sondern sich nun einfach ein eigenes Bild von einem Hotel machen können. Prinzipiell ist es ja kein verwerfliches Ziel, eine Prüfinstanz zu haben. Allerdings krankt die Idee daran, dass Google Street View in den Heimatorten der Urlauber stark verbreitet ist, in den Urlaubsorten jedoch oft nicht. So verbergen sich beispielsweise hinter diese Abzweigung in Dänemark, einem der beliebtesten Urlaubsländer der Deutschen, geschätzte 250 Ferienhäuser, die man sich in Street View leider nicht anschauen kann. Ähnlich sieht es auf Mallorca aus. Die Urlaubsregionen, welche präferiert von den Personenkreisen angesteuert werden, die sich überdurchschnittlich wenig für die Unterkunft interessieren, sind wenigstens in Grundzügen erfasst. Das Hinterland, welches für die finanzkräftigeren, anspruchsvolleren Urlauber eher attraktiv ist, wurde von Google bisher jedoch vollständig ignoriert.

Als Gegenargument gegen die flächendeckende Einführung von Google Street View führt von Randow an, man dürfe Terroristen deren Machenschaften nicht vereinfachen. Daher dürften zum Beispiel Bilder von Kindergärten nicht veröffentlicht werden. Nun ist mir allerdings schleierhaft, wie Bilder von Kindergärten die Machenschaften von Terroristen beflügeln können. Auf Basis dieses Arguments kann man auch sehr schön sein vorher gebrachtes Argument entkräften, dass sich nun die Verbraucher über Hotels oder aber eben auch den zukünftigen Kindergarten des Nachwuchses informieren können. Da Terroristen diese Informationen ebenfalls abrufen können, müssten sie jedoch nicht abrufbar sein, was dem Sinn von Street View zuwider läuft.

Auch der wirtschaftliche Aspekt wird angesprochen. So vertritt von Randow die Meinung, dass nicht einzelne Städte von Google Geld verlangen sollten dafür, dass Google eben diese Städte fotografiert. Vielmehr wäre es an Google selbst, Geld von den Städten einzunehmen, weil Street View ja einer Marketingplattform gleichkäme. Ich finde das eine gute Idee. Aber nicht auf der Ebene von Städten oder Kommunen. Google müsste von jedem einzelnen Hausbesitzer Geld verlangen. Und wer nicht zahlt, wird nicht veröffentlicht. Bei diesem Opt-In könnte jeder selbst entscheiden, ob er seine Bilder, seine Automarke, die Größe seines Pools veröffentlicht haben möchte. Das ist ein besseres Verfahren, als pro forma alles und jeden zu fotografieren, damit sich später die Betroffenen/Geschädigten durch langwierige Prozesse quälen müssen, um ihre Daten wieder herauszubekommen. Dieses Opt-Out ist nicht wünschenswert.

Leider schließt von Randow den Artikel mit einem Statement, dass ich nicht nachvollziehen kann. Die Tageszeitung Die Welt soll geschrieben haben, Google habe es auf

alles Wissen, alle Bilder dieser Welt

abgesehen. Von Randow kommentiert dies damit, dass er sagt, es stimme weder die Voraussetzung noch die Folge.

Wer wollte ernsthaft behaupten, das Wissen (gar »alles Wissen«) sei just das, was man mit Suchbefehlen finden kann? Oder »alle Bilder dieser Welt« befänden sich im Netz?

Das Problem ist doch eben nicht, dass alle Bilder im Netz oder nicht im Netz zu finden sind. Das Problem ist, dass die Mehrheit der Menschen das Netz nur durch den Filter von Google erfahren. Webhits listet Google zum Beispiel mit einem Marktanteil in Deutschland von 89,4%, weltweit sieht es nicht viel besser aus. Auch wenn man den Zahlen nicht traut, zeigen sie doch ganz klar die Dominanz, die Google in bestimmten Marktbereichen mittlerweile inne hat. Und diese Dominanz ist das gefährliche. Für viele Leute ist es leider so, dass Wissen das ist, was im Internet auffindbar ist. Und für viele Leute gibt es auch keinen Unterschied zwischen einer Adressleiste eines Browsers und dem Suchfeld einer Suchmaschine. Möchte man den Internet-Auftritt der ZEIT besuchen, öffnet man nicht einen Browser und tippt www.zeit.de in dessen Adressleiste, sondern man öffnet einen Browser, findet dort als Startseite ein Suchfenster von Google und tippt dort www.zeit.de ein. Als erster Treffer wird dann das gesucht Objekt angezeigt und man ist zufrieden. Dies kann man selbst sehr schön an Hand des Google Dienstes Insights feststellen.

Saturday, February 13, 2010 6:59:00 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00) #  Comments [0] | Trackback
# Thursday, February 11, 2010

Informatiker sind schon ein lustiger Typ Mensch

Temperatursensor

Der Benutzer erhält eine Anzeige der Detailinformationen eines Temperatursensors. Die Detailinformationen setzen sich aus folgenden Daten zusammen:

  •  Temperatur

Thursday, February 11, 2010 1:38:44 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00) #  Comments [0] | Trackback
# Friday, January 08, 2010

Windows Search in Thunderbird 3 nachträglich aktivieren

Thunderbird 3 unterstütz nun die Windows Suche, die ab Vista Bestandteil von Windows ist. Damit ist es möglich, über die Windows Suche auch den Inhalt seiner Postfächer zu durchsuchen. Thunderbird fragt dazu beim Erststart des Programms ab, ob man die Inhalt für die Indizierung durch die Windows Suche freigeben möchte. Hat man dies verneint und möchte es nachträglich aktivieren, hier der Hinweis, dass die Einstellung unter "Extras - Einstellungen - Erweitert - Allgemein - Erweiterte Konfiguration (about:config)" zu finden ist. Dort kann man den Haken bei "Globale Suche und Nachrichtenindizierung aktivieren" setzen.

Warum diese Option dort gelandet ist, erschließt sich mir nicht. Ich vermute, dass die Änderung recht spät im Entwicklungsprozess hinzugekommen ist und man schlicht keinen besseren Platz mehr suchen konnte. Thematisch würde es ja besser zu "Inhalt" passen, ließe sich aber auch noch in den Konteneinstellungen unter Speicherplatz vermuten.

Friday, January 08, 2010 2:26:00 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00) #  Comments [0] | Trackback
# Sunday, December 27, 2009

Der Grund der grauen Ordnernamen in Thunderbird 3

Vor kurzem habe ich mich über die schlechte Lesbarkeit von verschiedenen Ordnernamen in Thunderbird 3 beschwert. Nun habe ich eine erklärende Antwort auf meine Anfrage an die Mozilla Community bekommen. Thunderbird unterscheidet ab Version 3 zwischen Ordnern mit ungelesenen Elementen und Ordnern mit neuen Elementen. Ordner mit ungelesenen Elementen werden fett dargestellt, Ordner mit neuen Elementen fett und grau. Damit wäre ja dann der Grund geklärt. Ob dieses Feature sinnvoll ist, lasse ich aber mal dahingestellt.

Folgende Punkte stören mich persönlich daran:

  • Durch die graue Farbe sinkt der Kontrast und man kann nicht mehr so gut erkennen, wie der Ordner heißt und wie viele ungelesene Elemente in ihm enthalten sind
  • Grau signalisiert bei UI-Elementen so etwas wie “inaktiv” oder “nicht möglich”.
  • Es ist nicht konfigurierbar, auch nicht über about:config

 

An Hand der Community-Antwort lässt sich aber noch ein weiterer interessanter Aspekt von Softwarequalität erkennen. So schreibt da ein Nutzer, er wäre sicher, dass es einen Weg gibt, die Farbe der Ordnernamen über CSS anzupassen, aber wie das geht, solle doch bitte jemand anderes raussuchen, er wäre gerade zu faul dazu. Das Umfeld, in dem diese Aussage getätigt wurde, ist der von stackoverflow.com ähnlich. Für eine Antwort scheint es Punkte zu geben, sofern die Antwort hilfreich ist. Um eine hilfreiche Antwort zu schreiben, muss man entweder sehr schnell oder sehr gründlich sein. Sehr gründlich ist den meisten aber zu viel Arbeit oder übersteigt ihre Fähigkeiten oder ihr Wissen, sodass dann nur noch sehr schnell als Punktmultiplikator gilt. Dies führt dann dazu, dass nur noch der tatsächliche Grund eines Problems genannt wird mit dem Hinweis, dass es eine Lösung gibt. Die Lösung selbst ist aber etwas komplizierter und wird daher nicht genannt. Ich tätige hier nun mal die Vermutung, dass der Grund für ein Problem nur einer Minderheit weiter hilft, die Mehrheit sich wahrscheinlich über die Lösung mehr freuen würde. Aber durch das Belohnungssystem in der Community ist diese Art des Supports bei den Helfenden nicht mehr sehr beliebt.

Man kann sich also eine Support-Community á la stackoverflow.com aufbauen, muss sich aber bewusst sein, dass deren Niveau nicht der eines Wiki-Hilfetexts oder gar eines Manuals gleich kommt. Nicht jeder neue Web 2.0-Hammer schlägt Nägel besser als der Alte in die Wand.

Sunday, December 27, 2009 12:39:00 AM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00) #  Comments [0] | Trackback
# Tuesday, December 22, 2009

Wo kommt die schlechte Software eigentlich her?

Für alle Informatiker ein Denkanstoß, für alle Nicht-Informatiker etwas Erschreckendes:

Dilbert.com

Tuesday, December 22, 2009 10:36:00 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00) #  Comments [0] | Trackback

Und weil es gerade so schön ist, noch ein Beispiel für schlechte Software

Ich habe ein Depot bei einem größeren Geldinstitut, bei dem ich unter anderem etwas Geld in einem Tagesgeldfond liegen habe. Dieses Geld ist laut Geldinstitut “börsentäglich” verfügbar. Nun habe ich am Sonntag, den 20.12., dort einen Betrag angefordert. Da das Geld ja börsentäglich verfügbar ist, sollte man meinen, dass das Sonntags angeforderte Geld Dienstags auf dem Konto ist. Aber was muss ich gerade feststellen? Das Geld ist nicht da. Nach zwei Börsentagen noch kein Geld. Nun schau ich in meinem Orderbuch nach, wie denn der Status der Order ist. Dort ist lediglich zu entnehmen, dass die Order an das Depotsystem übertragen wurde.

Die Übertragung einer Order dauert also 48 Stunden.  Wenn ich mal grob überlege, was da so alles übertragen werden muss:

  1. Die Kundennummer
  2. Die Depotnummer
  3. Die Fondsnummer
  4. Der Betrag
  5. Die Information, dass die Order sofort gültig ist

Alles zusammen macht grob geschätzt 48 Byte Information. Die Übertragung dauert 48 Stunden, das macht also 1 Byte pro Stunde oder auch 450 Sekunden pro Bit. Vertrauenerweckende Infrastruktur.

Allein dies ist schon bemerkenswert, aber leider geht die Geschichte noch weiter.

Da ich es etwas unverschämt fand, dass meine Order, mir mein börsentäglich verfügbares Geld zur Verfügung zu stellen, 48 Stunden lang übertragen wird, wollte ich mich umgehend beschweren. Das macht man am besten mit Hilfe des Links “E-Mail an XY”. Nur leider verbirgt sich dahinter keine E-Mailadresse, sondern nur ein Kontaktformular. Ich bin ja persönlich kein Freund von Kontaktformularen, aber das kann man dem Geldinstitut ja nicht anlasten. Was mich allerdings als Programmierer wieder zur Weißglut treibt, ist folgendes:

Das erste Feld soll mit der Zugangsnummer ausgefüllt werden. Ich bin ja auch gerade nur an das System angemeldet, da wäre es ja zu viel verlangt, wenn sich genau dieses System die Zugangsnummer merken sollte.

Das zweite Feld ist mit der Depotnummer zu füllen. Nun ist es leider so, dass ich aus der Depotübersicht auf einen Link klicke, der mich zu einem Formular bringt, in das ich die Nummer des Depots eintragen soll, in dem ich auf einen Link geklickt habe.

Als nächstes soll mein Name angegeben werden. Warum sollte ich im ersten Feld meine dem System ohnehin bereits bekannte Zugangsnummer angeben? Damit man einen Personendatensatz finden kann, im dem mein Name gespeichert ist, um diesen dann zu ignorieren?. Also fragen wir hier ruhig den Namen nochmal ab, dann sind wir auf jeden Fall sicher, dass der gerade angemeldete Benutzer, der auch noch seinen Anmeldenamen angegeben hat, seinen realen Namen auch noch weiß. Ach, was könnten wir denn noch abfragen? Was ist denn noch viel zu tippen? Hmmm?? Genau, lasst uns doch auch noch die E-Mailadresse abfragen. Und um zu prüfen, ob der Benutzer, über den wir eh schon alles dreimal abgefragt haben, auch richtig tippen kann, lassen wir ihn die E-Mailadresse zweimal eingeben.

Und zu guter letzt gibt es in diesem Kontaktformular noch das Pflichtfeld Postleitzahl. - Warum?

Nein, wirklich. Warum wird hier über ein Pflichtfeld die Postleitzahl abgefragt? Was soll das? Was bringt diese dem System mittlerweile über 5 verschiedene Ecken bestätigte und neu zuordnungsbare Information für einen Nutzen im Beantworten einer über ein Kontaktformular eingegebenen E-Mail???

Zu diesem Epic Fail der Softwareindustrie kann ich nur sagen:

Liebe Benutzer der Produkte, die meine Berufsgruppe so alle verbricht: Bitte seht es uns nach. Denn wir wissen nicht, was wir tun.

Tuesday, December 22, 2009 10:22:00 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00) #  Comments [0] | Trackback

Graue Ordnernamen in Thunderbird 3

Seit einigen Tagen habe ich Thunderbird 3 installiert. Doch leider muss ich sagen, dass ich von den neuen Features noch keines wirklich nützlich einsetzen konnte, einige wünsche ich mir sogar schon wieder ausgeschaltet. Am störendsten ist für mich nicht nachvollziehbare Einfärbung der Ordnernamen. Befinden sich in einem Ordner ungelesene Elemente, so wurde bisher der Ordner fett geschrieben und in Klammern die Anzahl der ungelesenen Elemente an den Namen angehängt. Neuerdings wird nach mir schleierhaften Kriterien der Ordnername zusätzlich hellgrau dargestellt, sodass ich ihn fast nicht mehr vom weißen Hintergrund unterscheiden kann. Leider kann ich nirgends finden, warum die Ordnernamen ausgegraut werden oder wie man dieses Feature abschalten kann.

Falls jemanden bekannt sein sollte, was es mit den ausgegrauten Ordnernamen auf sich hat oder wie man dieses Feature ausschalten kann, freue ich mich über einen Hinweis. Sollte auch sonst niemand etwas darüber wissen, bestärkt sich mein aktueller Eindruck, nämlich dass es mal wieder ein großes Softwareprojekt nicht hinbekommt, eine für den Anwender benutzbare oder wenigstens dokumentierte Software zu bauen.

Tuesday, December 22, 2009 9:14:00 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00) #  Comments [1] | Trackback
# Wednesday, November 11, 2009

Alle Gammelfleischverfahren in Deutschland wurden eingestellt

Gerade auf Phoenix gesehen: Ein Lebensmittelkontrolleur aus Frankfurt erzählt, dass alle Verfahren wegen Gammelfleischs zumindest im Raum Frankfurt eingestellt wurden, weil nur der Handel mit Gammelfleisch strafbar ist, nicht aber der Besitz. Und bisher wurde immer nur der Besitz nachgewiesen. Da kann man eigentlich nur mit dem Kopf schütteln...

Wednesday, November 11, 2009 10:08:13 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00) #  Comments [0] | Trackback
# Thursday, November 05, 2009

Quick-GPS verweigert die Aktualisierung

Sollte Quick-GPS, ein Tool für Windows Mobile, um die Bahndaten der GPS-Satelliten für einen schnelleren Fix vorzuhalten, einmal mit der Fehlermeldung

Datenaktivierung fehlgeschlagen
Die Ortseinstellung muss aktiviert sein, damit die aktuellsten Satellitendaten für die Beschleunigung der GPS-Positionierung genutzt werden

die Aktualisierung der Bahndaten quittieren, nachdem diese erfolgreich heruntergeladen wurden, hilft ein Neustart des Gerätes. Was sich dort genau verhakt, ist mir nicht bekannt, aber aktuell kenne ich keinen Weg, die Übernahme der Daten wieder funktionsfähig zu bekommen.

Thursday, November 05, 2009 7:53:00 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00) #  Comments [0] | Trackback
# Monday, September 07, 2009

Led Lenser M5

[Trigami-Review]

Für einen Produkttest erreichte mich die Taschenlampe Led Lenser M5 der Firma Zweibrüder Optoelectronics. Dabei handelt es sich um eine durch einen Mikroprozessor gesteuerte LED-Taschenlampe.

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Lieferumfang

Die Taschenlampe kam in Verbindung mit einer Menge nützlichem Zubehör in einerSmartCard formschönen Schachtel. Beginnen wir mit der Smart Card. Dies ist eine prägnante Bedienungsanleitung mit den wichtigsten Schaltfunktionen der Lampe im Format einer ID-1-Karte, sie eignet sich also bestens für die Hosentasche. Neben der Smart Card gibt es eine eigentlich alles umfassende und trotzdem recht kurze Bedienungsanleitung in Papierform.

Als nächstes ist eine praktische Handschlaufe enthalten, die man an einer entsprechenden Öse am Ende der Lampe befestigen kann.

Wer die Handschlaufe nicht benutzen möchte, die Lampe aber trotzdem immer griffbereit wünscht, kann die Nylontasche zur Befestigung am Gürtel verwenden. Die Tasche lässt sich mit Hilfe des beiliegenden Karabiners aber auch einfach am Rucksack oder dem Materialhaken unterbringen.

Mit der handelsüblichen AA-Batterie, welche kostengünstig nachgekauft werden kann, ist dann der Lieferumfang vollständig und alles nötige vorhanden, um die Lampe in Betrieb zu nehmen.

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Inbetriebnahme und erster Eindruck

Die Inbetriebnahme gestaltet sich Taschenlampengerecht. Batterie einlegen (auf die korrekte Polung achten) und loslegen. Die Lampe liegt gut in der Hand, sie ist sehr hell und die Bedienung geht flott von der Hand. Machen wir uns also ans Eingemachte.

Ausführliche Beschreibung

Bei der Led Lenser M5 handelt es sich nicht um eine übliche Taschenlampe. Sie ist, wie der Name schon suggeriert, mit einer LED als Lichtquelle ausgestattet. Für die LED sprechen:

  • Geringere Verlustleistung durch Abstrahlung von Wärme
  • Längere Haltbarkeit als eine Glühlampe
  • Robuster im härteren Einsatz

Durch die geringere Verlustleistung der LED kann diese mit der gleichen Energiemenge entsprechend heller oder länger leuchten, je nach Einsatzzweck. Da nun eine LED im Normalfall immer die gleiche Menge Licht abgibt, mussten sich die Entwickler etwas einfallen lassen. Und hier kommt der Mikrochip ins Spiel, welcher der Lampe auch ihren Namen gibt (das M steht eben für Mikrochip). Mit Hilfe dieses kleinen Chips kann die LED mit “Vollgas”, im blendfreien, gedimmten 15%-Modus oder Strobe Modus betrieben werden. Der Strobe Modus erzeugt ein grelles Blitzen, was zur Selbstverteidigung eingesetzt werden kann.

Die LED ist aber nur die erste Besonderheit der M5. Als nächstes wirklich interessantes Feature ist das Speed-Focus-System mit seiner Gleitschlittenmechanik zu nennen. Dies ermöglich es, die Lampe mit einer Hand zu fokussieren, da einfach nur der Lampenkopf mit Daumen und Zeigefinger vor- und zurückgeschoben werden muss. Außerdem besteht es nicht wie bei anderen Lampen aus einem einfachen verschiebbaren Reflektor, sondern aus einem Reflektor in Kombination mit einer Linse, dem sogenannten Advanced Focus System. Damit lässt sich das Licht viel besser auf den gewünschten Bereich bündeln. Es wird so ein klar abgegrenzter Spot oder eine homogen ausgeleuchtete Fläche angestrahlt.

Das hört sich auf den ersten Moment sehr fragil und fehleranfällig an, ist es aber nicht. Die Lampe ist spritzwassergeschütz in einem robusten Metallgehäuse untergebracht, kann im Aquarium versenkt oder mit dem Auto überrollt werden, ohne dass ihre Funktionsfähigkeit beeinflusst würde.

Um die Verlustleistung weiter zu minimieren und die Lampe robuster zu machen, sind die Kontakte hartvergoldet. Somit wird zum einen Korrosion vermieden, welche den Übergangswiderstand negativ beeinflusst und zum anderen werden die Kontakte damit unanfälliger gegen eventuell austretende Batteriesäure.

Sollte trotz der robusten Bauweise mal etwas kaputt gehen, muss nicht gleich eine Neue her. Die Lampe ist modular aufgebaut, sodass lediglich das defekte Teil getauscht werden muss.

Der aus meiner Sicht einzige Wermutstropfen ist der am Lampenende angebrachte Schalter. Für manche Anwendungszwecke ist dies durchaus sinnvoll, hält man die Lampe jedoch mit dem Daumen nach vorne, um das Speed-Focus-System zu bedienen, muss man die zweite Hand zu Hilfe nehmen, um die Lampe ein- oder auszuschalten.

Technische Details

Gewicht 74g
Länge 11cm
Durchmesser Kopf 2,1cm
Durchmesser Schaft 1,8cm
Leuchtdauer 15% ca. 8 Stunden
Lichtstrom 88 Lumen

Wie man auf dem folgenden Bild sehen kann, eignet sich die Lampe nicht nur als Lampe, sondern man kann sie auch zur Fotographie einsetzen. Durch die tageslichtähnliche Farbtemperatur lässt sie sich sehr als Spot nutzen, um bestimmte Bildbereiche hervorzuheben. Alternativ kann sie mit ihrer homogenen Ausleuchtung das komplette Motiv aufhellen.

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Außerdem gibt es für verschiedene Lampen der Firma Zweibrüder Optoelectronics Halterungen fürs Fahrrad. Auch wenn sie nicht nach der StVO als Beleuchtung im Straßenverkehr zugelassen sind, sind sie meiner Meinung nach doch um längen besser als manche Fahrradlampe. Wer sein Fahrrad also als Sportgerät nutzt, sollte die LED Lenser als Beleuchtungsalternative unbedingt in Betracht ziehen.

Weitere Informationen

Sehr viele Informationen zur Technik und interessante Anwendungsmöglichkeiten und –beispiele gibt es auf der allgemeinen LED Lenser-Seite. Dort gibt es außerdem eine rührige Community, die den Kontakt zu den Entwicklern herstellt. Somit kann jeder Anwender Einfluss auf zukünftige Entwicklungen nehmen.

Monday, September 07, 2009 6:29:00 PM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00) #  Comments [0] | Trackback