Mein
Notebooks ist secure, meine zweite Festplatte ebenfalls. Jetzt fehlt
noch meine Systemplatte. Nach deren Verschlüsselung wollte ich dann
einen Artikel über die Performance von TrueCrypt schreiben. Habe extra
einige Messungen mit den unverschlüsselten Laufwerken gemacht.
Allerdings
kommt es ja bekanntlich immer anders, als man es erwartet. Nachdem mein
Notebook ohne Probleme verschlüsselt wurde, begab ich mich an meine
Workstation. Dort lagern die "wichtigen Daten", das Notebook war eher
der Proof of Concept. Meine Zweitplatte lies sich dort auch problemlos
verschlüsseln. Als dies abgeschlossen war, sollte als letztes die
Windows Parition ihr freies Dasein aufgeben. Aber Pustekuchen. Nach dem
Schlüsselerstellen, CD-Brennen und Testbooten sagt mir TC nach weniger
als einem Prozent Fortschritt: Ätsch, ich hör auf wegen "Is' nich'".
Oder anders: CRC-Dateifehler. Leider war's das auch schon an
Informationen.
Nach kurzer Recherche im Internet bin ich auf
einige Informationen gestoßen. Folgende Dinge können das Problem
beheben, müssen aber nicht:
- chkdsk /f /r: CheckDisk mit
voller Suche und Reparatur der gefunden Probleme. Hatte ich bereits
ausgeführt, hat jedoch nicht geholfen.
- Je nach Festplattenhersteller: Maintenance-Tool der Festplatte für Deep-Scan.
- HDTune? Selbst noch nie benutzt.
Hier noch einige Links:
Probleme mit TrueCryptTrueCrypt 5.0 ist daTrueCrypt 5: CRC-FehlerEinige
Hintergrundinformationen zum Fehler. Der CRC-Fehler wird generiert,
wenn TC einen Sektor findet, der defekt ist (dessen errechnete
Prüfsumme nicht mit der erwarteten Prüfsumme übereinstimmt). Soweit
meine Informationen reichen, spielt es keine Rolle, ob dieser Sektor
intern (innerhalb der Festplatte) als defekt markiert ist. Die
Festplatte kann ja defekte Sektoren als solche markieren und durch
Ersatzsektoren austauschen. So lange, bis keine Ersatzsektoren mehr
vorhanden sind. Ab dann schwindet die Kapazität. Aber zurück zu TC. TC
weigert sich, auf einer Festplatte zu arbeiten, die defekt ist. Und das
aus gutem Grund. Ein Sektor, der seine Daten nicht "halten" kann,
gefärdet die Lesbarkeit des gesamten Containers (diese Information kann
ich nicht genau belegen, dafür habe ich mir den
Verschlüsselungsalgorithmus noch nicht genau genug angeschaut),
zumindest aber seines Blocks. Um dies und den damit einhergehenden
Datenverlust zu vermeiden, bricht TC den Vorgang ab.
Wer mit den
oben beschriebenen Maßnahmen keine Linderung erzielt, sollte über eine
neue Platte nachdenken. Wer vertraut schon gerne seine Daten einem
System an, was nachweislich instabil ist. Genau diesen Weg beschreite
ich auch. Allerdings denke ich direkt
darüber nach, meinen Rechner, der immerhin schon 4 Jahre auf dem Buckel
hat, auszutauschen. Wer jedoch von der Verschlüsselung absieht, ohne
sich finanziell belasten zu wollen, kann den "anverschlüsselten" Teil
im Boot-Menü des TC.Boorloaders wieder entschlüsseln. Dauert ein paar
Minuten und anschließend ist alles wieder frei und unsicher.
Und
für die Verschwürungstheoretiker: TC steckt mit der CD-Industrie unter
einer Decke. Bei jedem neuen Versuch, die Platte zu verschlüsseln, muss
eine Rescue Disc gebrannt werden ;)