<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<feed xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance" xmlns:xsd="http://www.w3.org/2001/XMLSchema" xml:lang="de-de" xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom">
  <title>dotnetphen</title>
  <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.dotnetphen.com/blog/" />
  <link rel="self" href="http://www.dotnetphen.com/blog/SyndicationService.asmx/GetAtom" />
  <icon>favicon.ico</icon>
  <updated>2011-10-01T16:09:01.5241506+02:00</updated>
  <author>
    <name>Peter Vitt</name>
  </author>
  <subtitle>or was it .NET fan?</subtitle>
  <id>http://www.dotnetphen.com/blog/</id>
  <generator uri="http://dasblog.info/" version="2.3.9074.18820">DasBlog</generator>
  <entry>
    <title>Mocking von SerialDataReceivedEventArgs</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.dotnetphen.com/blog/2011/10/01/MockingVonSerialDataReceivedEventArgs.aspx" />
    <id>http://www.dotnetphen.com/blog/PermaLink,guid,f5df154a-3be9-4137-a2e8-920a3286c82b.aspx</id>
    <published>2011-10-01T14:08:00+02:00</published>
    <updated>2011-10-01T16:09:01.5241506+02:00</updated>
    <category term=".NET" label=".NET" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,NET.aspx" />
    <category term="C#" label="C#" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,C.aspx" />
    <category term="Softwarequalit&amp;#228;t" label="Softwarequalit&amp;#228;t" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Softwarequalit%c3%a4t.aspx" />
    <category term="Unit-Test" label="Unit-Test" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,UnitTest.aspx" />
    <author>
      <name>Peter</name>
    </author>
    <content type="xhtml">
      <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
        <p>
Neulich stand ich vor dem Problem, dass ich eine Klasse mit Hilfe von Unit-Tests testen
wollte, die einen seriellen Port verwendet. Zum einen implementiert <a href="msdn.microsoft.com/de-de/library/system.io.ports.serialport.aspx" target="_blank">System.IO.Ports.SerialPort</a> kein
Interface, welches zur Erstellung eines Mock-Objekts genutzt werden kann. Dies lies
sich aber dadurch umgehen, dass ich ein entsprechendes Interface mit allen öffentlichen
Membern von SerialPort manuell erstellt habe, um dieses Interface dann von einem Wrapper,
der von SerialPort ableitet, implementieren zu lassen. Die zu testende Klasse nutzt
nun den SerialPort nicht mehr direkt, sondern bekommt eine entsprechende Instanz,
welches das Interface implementiert, per Konstruktorinjektion zur Verfügung gestellt.
Somit ist es auch möglich, der Klasse ein Mock-Objekt zu injizieren.
</p>
        <p>
Allerdings stand auch schon das nächste Problem parat. Die zu testende Klasse registriert
sich auf das <a href="http://msdn.microsoft.com/de-de/library/system.io.ports.serialport.datareceived.aspx" target="_blank">DataReceived-Event</a> des
SerialPorts. Wenn Daten empfangen werden, wird über die <a href="http://msdn.microsoft.com/de-de/library/system.io.ports.serialdatareceivedeventargs.eventtype.aspx" target="_blank">EventType-Eigenschaft</a> der
übergebenen <a href="http://msdn.microsoft.com/de-de/library/system.io.ports.serialdatareceivedeventargs.aspx" target="_blank">SerialDataReceivedEventArgs</a> ermittelt,
ob es sich bei den empfangenen Daten um Nutzdaten oder das EOF-Zeichen handelt. Auf
EOF reagiert die zu testende Klasse und liest den Empfangspuffer aus. Um dieses Verhalten
testen zu können, muss der gemockte serielle Port also ein Event mit entsprechendem
EventType werfen. SerialDataReceivedEventArgs stellt jedoch keine Konstruktorüberladung
bereit, die einen Parameter vom Typ EventType akzeptiert. Auch ist der EventType einer
Instanz nicht schreibbar. Somit ist es nicht ohne weiteres möglich, ein Testevent
zu erzeugen.
</p>
        <p>
Abhilfe schafft hier Reflection. Man holt sich zuerst die Informationen über den nicht
öffentlichen Konstruktor, der den benötigten Parameter enthält, um ihn anschließend
mit dem korrekten Wert aufzurufen:
</p>
        <p>
        </p>
        <div style="padding-bottom: 0px; margin: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; float: none; padding-top: 0px" id="scid:812469c5-0cb0-4c63-8c15-c81123a09de7:ea3b3c42-b867-40b3-adea-6f137afc0d3c" class="wlWriterEditableSmartContent">
          <pre name="code" class="c#">ConstructorInfo constructor = typeof (SerialDataReceivedEventArgs).GetConstructor(
    BindingFlags.NonPublic | BindingFlags.Instance,
    null,
    new[] {typeof (SerialData)},
    null);

SerialDataReceivedEventArgs eventArgs = 
    (SerialDataReceivedEventArgs)constructor.Invoke(new object[] {SerialData.Eof});</pre>
        </div>
        <p>
Geschwindigkeitsrekorde wird man mit dieser Art der Instanziierung sicher nicht brechen,
aber für einen Unit-Test ist es ein gangbarer Weg.
</p>
        <img width="0" height="0" src="http://www.dotnetphen.com/blog/aggbug.ashx?id=f5df154a-3be9-4137-a2e8-920a3286c82b" />
      </div>
    </content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Der Klimaleugner, das lustige Wesen</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.dotnetphen.com/blog/2010/12/11/DerKlimaleugnerDasLustigeWesen.aspx" />
    <id>http://www.dotnetphen.com/blog/PermaLink,guid,a35ad532-73d2-470d-907d-b68924ac478c.aspx</id>
    <published>2010-12-11T23:36:00+01:00</published>
    <updated>2010-12-12T00:38:35.2460335+01:00</updated>
    <category term="Internet" label="Internet" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Internet.aspx" />
    <category term="Klimaschutz" label="Klimaschutz" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Klimaschutz.aspx" />
    <author>
      <name>Peter</name>
    </author>
    <content type="xhtml">
      <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
        <p>
Manchmal denke ich, dass die Leugner des Klimawandels, verkürzt auch Klimaleugner
genannt, doch auch nur putzige Wesen sind, die es eigentlich zu erhalten gilt. Wer
sollte uns sonst mit solch amüsanten Wortwechseln beglücken? Einen sehr netten möchte
ich hier kurz nachzeichnen. 
</p>
        <h2>Der Aufhänger
</h2>
        <p>
In Tweetdeck rollte mal wieder das Icon der Klimaleugnerin _JennyGer_ in der Spalte
Klimawandel an mit vorüber. Da sie mir schon vor einigen Tagen aufgefallen war, las
ich ihren Tweet. Dieses Mal hatte sie den Aufmacher des Focus Nr. 48/2010, in dem
eventuelle positive Effekte des Klimawandels thematisiert werden, als Bestätigung
ihrer Meinung ausgemacht:
</p>
        <blockquote>
          <p>
_JennyGer_: Umdenken: Wieso die globale Erwärmung gut für uns ist
</p>
        </blockquote>
        <p>
Mit diesem Tweet verlinkte sie auf den <a href="http://www.focus.de/magazin/videos/focus-titel-prima-klima_vid_21483.html">Teaser
zum Titelthema</a> auf der Focus-Webseite. Meine Aufmerksamkeit war geweckt.
</p>
        <h2>Das Thema
</h2>
        <p>
Da sie diese Statements unter dem Deckmantel der Piratenpartei abgibt (sie führt das
schwarze Piratensegel in ihrem Profilbild), fragte auch kurzerhand jemand, wie denn
die allgemeine Meinung der Piraten zu diesem Thema sei. _JennyGer_ legte verschärfend
nach:
</p>
        <blockquote>
          <p>
_JennyGer_: Im Ernst, wie stehen die #Piraten zum bisher extrem teuren aber folgenlosen
Klimawandel ?
</p>
        </blockquote>
        <p>
Damit begab sie sich auf Glatteis. Wie teuer war denn der Klimawandel bisher? Diese
Frage abschließend zu beantworten ist unmöglich. Beispielweise kennt man zur Zeit
weder den Wert des Biosystems an sich noch die bisherigen Folgen des Klimawandels
auf ebendiesen Wert. Und dies ist nur ein Grund, warum die Kosten des Klimawandels
nicht bekannt sind. Aber es gibt trotzdem Leute, die genaue Zahlen kennen:
</p>
        <blockquote>
          <p>
_JennyGer_: er kostet global 800 Mrd EUR pro Jahr - das wäre ca. 1 Essen täglich für
jedes "arme" Kind
</p>
        </blockquote>
        <p>
Das ist erst einmal eine Behauptung. Nun muss sie verifiziert werden. Woher stammt
diese Zahl?
</p>
        <blockquote>
          <p>
_JennyGer_: mal irgendwo gelesen. keine ahnung obs stimmt.
</p>
        </blockquote>
        <p>
Damit sie bei der nächsten Diskussionsrunde mit etwas mehr Fachwissen antreten kann,
verwies ich sie auf den <a href="http://webarchive.nationalarchives.gov.uk/+/http://www.hm-treasury.gov.uk/stern_review_report.htm">vielzitierten
und auch vieldiskutierten Stern-Report</a>. Und nun begann der eigentlich lustige
Teil der Diskussion:
</p>
        <blockquote>
          <p>
_JennyGer_: ich mag den Stern nicht lol - die schreiben immer nur was die Regierung
diktiert - bevorzuge den Focus 
</p>
        </blockquote>
        <p>
Ich hatte den Stern-Report stillschweigend als bekannt vorausgesetzt, schließlich
ist es eine der wichtigsten und umfangreichsten ökonomischen Studien zu diesem Thema.
Ich wies darauf hin, dass es hier nicht um die deutsche Zeitschrift Stern, sondern
um den britischen Ökonom Sir Nicholas Stern, ehemaliger Chefökonom der Weltbank und
Vorsitzenden des volkswirtschaftlichen Dienstes der britischen Regierung. Die Antwort
kam prompt:
</p>
        <blockquote>
          <p>
_JennyGer_: Ich glaube Wissenschaftlern mehr als einem Angehörigen einer Regierung
</p>
        </blockquote>
        <p>
Sir Stern ist tatsächlich Angehöriger der britischen Administration. Aber eben als
Vorsitzender des volkswirtschaftlichen Dienstes. Er ist aber auch Professor an der
London School of Economics. Man könnte ihn also durchaus Wissenschaftler nennen. Allerdings
war wohl nun die Faktenlage zu erdrückend, sodass _JennyGer_ schweigend die Diskussion
beendete. Vor dem Hintergrund eines ebenfalls in dieser Diskussion getätigten Tweets
sehr vielsagend:
</p>
        <blockquote>
          <p>
_JennyGer_: "Meinungsvielfalt" heißt doch auch, dass man Kritikern zuhört,
die nicht dem politischen IPPC angehören? 
</p>
        </blockquote>
        <p>
Damit meint sie wirklich nur, dass man Kritikern zuhören soll. Wissenschaftlern außerhalb
des IPCC, welche den Klimawandel bestätigen oder zumindest nicht leugnen, wie Sir
Stern es einer ist, müssen die Klimaleugner wohl nicht zuhören.
</p>
        <h2>Resümee
</h2>
        <p>
Ich habe mich oft gefragt, ob es sinnvoll ist, sich mit Leugnern des Klimawandels
anzulegen, da sie oftmals die Fakten einfach nicht anerkennen. Es gibt ja <a href="http://www.klimaretter.info/forschung/hintergrund/7488-qdas-ist-einfach-keine-wissenschaftq">mittlerweile
immer mehr Klimaforscher, die die Meinung vertreten, ein Dialog mit den Leugnern wäre
nicht möglich</a>, da sie einfach nicht für Argumente zugänglich sind und den wissenschaftlichen
Diskurs als Scharlatanerie und Marionettentheater abtun. Ich kann durchaus verstehen,
dass der ein oder andere Wissenschaftler in einem solchen Kampf gegen Windmühlen irgendwann
den Antrieb verliert. Jedoch denke ich, wenn schon nicht die Leugner von der wissenschaftlichen
Evidenz zu überzeugen sind, so sollten doch zumindest den Argumenten der Leugner die
Fakten entgegengesetzt werden. Oftmals lohnt es sich, da nur dadurch offensichtlich
wird, wie wenig die Leugner tatsächlich von dem Themenkomplex wissen.
</p>
        <img width="0" height="0" src="http://www.dotnetphen.com/blog/aggbug.ashx?id=a35ad532-73d2-470d-907d-b68924ac478c" />
      </div>
    </content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Nebeneinkünfte der Bundestagsabgeordneten aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.dotnetphen.com/blog/2010/10/30/Nebeneink%c3%bcnfteDerBundestagsabgeordnetenAusDemKreisSiegenWittgenstein.aspx" />
    <id>http://www.dotnetphen.com/blog/PermaLink,guid,e6529e1c-296f-4410-a324-7a537b6effd1.aspx</id>
    <published>2010-10-30T19:51:00+02:00</published>
    <updated>2010-10-30T21:51:47.4550238+02:00</updated>
    <category term="Politik" label="Politik" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Politik.aspx" />
    <category term="Social" label="Social" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Social.aspx" />
    <author>
      <name>Peter</name>
    </author>
    <content type="xhtml">
      <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
        <p>
Die Open Data Initiative bringt immer mehr nette Visualisierungen und Auswertungen
von Daten in Umlauf. Heute bin ich auf <a href="http://labs.vis4.net/nebeneinkuenfte/">eine
Karte gestoßen, die die Nebeneinkünfte der Bundestagsabgeordneten</a> darstellt. 
</p>
        <p>
Speziell der Kreis Siegen-Wittgenstein hält einige Überraschungen bereit, einiges
ist allerdings leider zu vermuten gewesen:
</p>
        <p>
Sowohl Willi Brase (SPD) als auch Volkmar Klein (CDU) sollen über keine Nebeneinkünfte
verfügen. Das finde ich erstaunlich, wobei diese Überraschung auch vorherrschenden
Stereotypen geschuldet sein kann. Ganz und gar nicht überraschend ist jedoch, dass
Helga Daub (FDP), <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-67398813.html">die
Waffenlobbyistin aus Wilnsdorf</a>, jährlich geschätzt 42.000 ? nur an Nebeneinkünften
einnimmt. Lustiges Detail am Rande: Frau Daub stammt aus der Hotelbranche.
</p>
        <img width="0" height="0" src="http://www.dotnetphen.com/blog/aggbug.ashx?id=e6529e1c-296f-4410-a324-7a537b6effd1" />
      </div>
    </content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Politische Phrasen – Außerhalb der Reihe</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.dotnetphen.com/blog/2010/10/09/PolitischePhrasenAu%c3%9ferhalbDerReihe.aspx" />
    <id>http://www.dotnetphen.com/blog/PermaLink,guid,02aab871-0db7-4808-9d32-c83037b9f805.aspx</id>
    <published>2010-10-09T16:06:00+02:00</published>
    <updated>2010-10-09T18:07:13.1399466+02:00</updated>
    <category term="Politik" label="Politik" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Politik.aspx" />
    <author>
      <name>Peter</name>
    </author>
    <content type="xhtml">
      <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
        <p>
Gerade lief mir ein Haiku von Hiltrud Querl in "Die Zeit der Leser" über den Weg,
das sehr schön in die Reihe "Politische Phrasen" passt:
</p>
        <blockquote>
          <p>
Wir, gut aufgestellt, 
<br />
sind fest davon überzeugt: 
<br />
In trocknen Tüchern!
</p>
        </blockquote>
        <img width="0" height="0" src="http://www.dotnetphen.com/blog/aggbug.ashx?id=02aab871-0db7-4808-9d32-c83037b9f805" />
      </div>
    </content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Politische Phrasen #4 – Alles deutet darauf hin, dass…</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.dotnetphen.com/blog/2010/09/18/PolitischePhrasen4AllesDeutetDaraufHinDass.aspx" />
    <id>http://www.dotnetphen.com/blog/PermaLink,guid,d5f00863-f624-439a-a424-5323d9c91008.aspx</id>
    <published>2010-09-18T20:53:00+02:00</published>
    <updated>2010-09-18T22:53:12.3685537+02:00</updated>
    <category term="Politik" label="Politik" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Politik.aspx" />
    <category term="Social" label="Social" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Social.aspx" />
    <author>
      <name>Peter</name>
    </author>
    <content type="xhtml">
      <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
        <p>
.der Sprecher dieser Phrase eigentlich nichts mit Sicherheit sagen kann. Vielmehr
vermutet er lediglich, dass etwas so ist. Und da er auch keine Angaben über die Quelle
seiner Vermutungen machen kann, sagt er, dass einfach <em>alles</em> auf etwas hindeute.
Oftmals wird diese Phrase bei Themen verwendet, die sich keiner allzu großen Beliebtheit
erfreuen. Denn hinter einem solchen Satzanfang kann man sich gut verstecken, impliziert
schließlich die Phrase, dass nun nicht die Meinung des Sprechers, sondern ein allgemeiner
Konsens folgt.
</p>
        <p>
Die Phrase soll also einer unbegründeten persönlichen Vermutung Plausibilität und
Anerkennung verleihen.
</p>
        <img width="0" height="0" src="http://www.dotnetphen.com/blog/aggbug.ashx?id=d5f00863-f624-439a-a424-5323d9c91008" />
      </div>
    </content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Politische Phrasen #3 – Wir müssen eine gemeinsame Lösung finden</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.dotnetphen.com/blog/2010/09/13/PolitischePhrasen3WirM%c3%bcssenEineGemeinsameL%c3%b6sungFinden.aspx" />
    <id>http://www.dotnetphen.com/blog/PermaLink,guid,9566199a-d8b3-4529-b141-a55f56f658fe.aspx</id>
    <published>2010-09-13T19:31:00+02:00</published>
    <updated>2010-09-13T21:33:15.9552944+02:00</updated>
    <category term="Politik" label="Politik" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Politik.aspx" />
    <category term="Social" label="Social" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Social.aspx" />
    <author>
      <name>Peter</name>
    </author>
    <content type="xhtml">
      <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
        <p>
Der (gefühlte) Lieblingssatz unserer Bundeskanzlerin. Doch was will sie uns damit
eigentlich sagen? Handelt es sich hier nur um einen Gemeinplatz? Eine leere Wortkombinationshülse?
Wahrscheinlicher ist, dass man mit dieser Phrase von der eigenen Entschlussunfähigkeit
ablenken will. Getreu dem Motto "Ich wollte eine gemeinsame Lösung finden, nur die
Anderen nicht." wird die Verantwortung für ein eventuelles Scheitern den an der Konsensfindung
Beteiligten zugeschoben. 
</p>
        <p>
Kurzum: Bereits bei der Entdeckung eines Problems wird dessen Nichtlösung bei anderen
abgeladen. Reine politische Überlebenstaktik.
</p>
        <img width="0" height="0" src="http://www.dotnetphen.com/blog/aggbug.ashx?id=9566199a-d8b3-4529-b141-a55f56f658fe" />
      </div>
    </content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Politische Phrasen #2 – Das wird man doch wohl noch sagen dürfen</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.dotnetphen.com/blog/2010/09/10/PolitischePhrasen2DasWirdManDochWohlNochSagenD%c3%bcrfen.aspx" />
    <id>http://www.dotnetphen.com/blog/PermaLink,guid,a3682cdb-b937-4c78-a84d-631ae3437ef1.aspx</id>
    <published>2010-09-10T06:58:00+02:00</published>
    <updated>2010-09-10T10:01:38.8317866+02:00</updated>
    <category term="Politik" label="Politik" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Politik.aspx" />
    <category term="Social" label="Social" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Social.aspx" />
    <author>
      <name>Peter</name>
    </author>
    <content type="xhtml">
      <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
        <p>
Eine allgemein anerkannte und durchaus korrekte These aus einer nicht anerkannten
und durchaus falschen oder polemischen Argumentationskette herauszupicken und diese
These isoliert mit der Phrase "Das wird man doch wohl noch sagen dürfen" wiederzugeben,
zielt darauf ab, dass andere Personen die falsche Argumentationskette als richtig
ansehen. 
</p>
        <p>
Erzeugt wird diese Fehleinschätzung dadurch, dass der Politiker sich entrüstet über
die Kritik an seiner Argumentation zeigt, die seiner Meinung nach doch auf einer vollkommen
korrekten These aufbaut und somit nicht falsch sei kann. Getreu dem Motto "Wie kann
eine Argumentationskette falsch sein, wenn mindestens ein Argument der Kette richtig
ist" wird ein korrekter Sachverhalt so dargestellt, als hätte ihn jemand angezweifelt,
um gleich darauf umso vehementer die Korrektheit des isolierten Sachverhalts zu bestätigen.
Durch die Vehemenz wird nun beim späteren Leser/Seher das Gefühl erzeugt, der Politiker
wäre falsch verstanden worden. Auch wenn der Leser/Seher den korrekten Sinn der falschen
Argumentationskette korrekt verstanden hat und mit der Schlussfolgerung nicht einverstanden
ist, wird ihm umgehend der Wind aus den Segeln genommen, da der Politiker ja offensichtlich
falsch verstanden wurde. 
</p>
        <p>
Diese Phrase dient also dazu, eine falsche Schlussfolgerung durch umso lautere Entrüstung
über eine nicht erfolgte Unterstellung zu legitimieren. 
</p>
        <img width="0" height="0" src="http://www.dotnetphen.com/blog/aggbug.ashx?id=a3682cdb-b937-4c78-a84d-631ae3437ef1" />
      </div>
    </content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Der Förderfondsvertrag der Atomlobby</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.dotnetphen.com/blog/2010/09/09/DerF%c3%b6rderfondsvertragDerAtomlobby.aspx" />
    <id>http://www.dotnetphen.com/blog/PermaLink,guid,bb3afbab-6c64-4e1a-841c-f06a4917bde9.aspx</id>
    <published>2010-09-09T17:38:00+02:00</published>
    <updated>2010-09-09T19:40:13.2542603+02:00</updated>
    <category term="Atomkraft" label="Atomkraft" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Atomkraft.aspx" />
    <category term="EEG" label="EEG" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,EEG.aspx" />
    <category term="Erneuerbare Energien" label="Erneuerbare Energien" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,ErneuerbareEnergien.aspx" />
    <category term="Green" label="Green" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Green.aspx" />
    <category term="Klimaschutz" label="Klimaschutz" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Klimaschutz.aspx" />
    <category term="Politik" label="Politik" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Politik.aspx" />
    <category term="Umweltpolitik" label="Umweltpolitik" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Umweltpolitik.aspx" />
    <author>
      <name>Peter</name>
    </author>
    <content type="xhtml">
      <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
        <p>
Herr Dr. Martin Schmitz <a href="http://blog.greenpeace.de/blog/2010/09/07/vorfahrt-fuer-atomkonzerne/">brüstete
sich ja kürzlich damit, den zuständigen Staatssekretär des nachts aus dem Bett geklingelt
zu haben</a>, damit dieser ihm seinen in alle Eile zusammengezimmerten Vertrag unterschreibe.
Der Inhalt dieses Geheimvertrags war jedoch geheim, sodass niemand wusste, was die
Regierung mit der Atomlobby ausgeheckt hatte. <a href="http://www.scribd.com/doc/37160969/Vertrag-zwischen-Bundesregierung-und-EVUs-vom-06-09-2010">Nun
liegt der Vertrag Greenpeace vor</a>.
</p>
        <p>
Der Vertrag beschäftigt sich mit den Regularien eines Förderfonds, in den die vier
kernkraftwerksbetreibenden EVUs einzahlen sollen. Ziel des Fonds ist die Förderung
einer nachhaltigen Energieversorgung.
</p>
        <p>
Ab 2017 wird pro eingespeister MWh ein Betrag von 9 Euro fällig. Dieser Betrag ist
an den Verbraucherpreisindex mit Basis 2005 gekoppelt. Auch ist er abhängig vom Preis
des an der Strombörse gehandelten German Baseload Futures. Verlässt der Preis dieses
Futures bestimmte Toleranzen, wird der Betrag ebenfalls angepasst.
</p>
        <p>
In den Jahren 2011 und 2012 zahlen die großen Vier in Vorleistung 300 Mio. Euro, 2013
bis 2016 jeweils 200 Mio. Euro. Diese Beträge werden auf den ab 2017 zu leistenden
Förderbeitrag angerechnet und sind nicht rückerstattbar. Allerdings muss der Betrag
nur dann geleistet werden, wenn die Brennelementesteuer 2,3 Mrd. Euro p.a. nicht übersteigt.
Alles darüber vermindert die Steuerlast im Folgejahr (maximal 2,3 Mrd. Euro), der
gegebenenfalls darüber hinausgehende Restbetrag wird von den Vorausleistungen abgezogen. 
</p>
        <p>
Auch verringert sich der Förderbetrag, wenn die Investitionen, die nötig sind, ein
Kraftwerk an neue Sicherheitsstandards anzupassen, 500 Mio. Euro überschreiten. Diese
Klausel ist geschickt eingesetzt, da <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,714504,00.html">schon
fast sicher ist</a>, dass der Betrag überschritten wird. Im gleichen Kapitel ist ein
Satz enthalten, der noch ungeheuerlicher ist:
</p>
        <blockquote>
          <p>
Der Förderbeitrag mindert sich [..] wenn eine anderweitige Steuer, Abgabe oder sonstige
Belastung eingeführt, begründet oder erhöht wird, durch die eine Zahlungspflicht im
Zusammenhang mit dem Kernbrennstoffkreislauf (einschließlich Entsorgung) [..] begründet
oder erhöht wird.
</p>
        </blockquote>
        <p>
Kurz gesagt, sollten die großen Vier an der Beseitigung des Atommülls oder der Reinigung
der Asse beteiligt werden, wird das vom Förderbeitrag abgezogen.
</p>
        <p>
Das dieser Vertrag schnellstmöglich unterzeichnet sollte und der Öffentlichkeit vorenthalten
werden sollte, versteht sich angesichts des Inhalts nur zu gut.
</p>
        <img width="0" height="0" src="http://www.dotnetphen.com/blog/aggbug.ashx?id=bb3afbab-6c64-4e1a-841c-f06a4917bde9" />
      </div>
    </content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Politische Phrasen #1 – Ich bin davon überzeugt, dass…</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.dotnetphen.com/blog/2010/09/09/PolitischePhrasen1IchBinDavon%c3%9cberzeugtDass.aspx" />
    <id>http://www.dotnetphen.com/blog/PermaLink,guid,c5a11a6c-0e3a-4bf8-a89f-f45e27db8eae.aspx</id>
    <published>2010-09-09T11:25:00+02:00</published>
    <updated>2010-09-09T13:26:32.8699981+02:00</updated>
    <category term="Politik" label="Politik" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Politik.aspx" />
    <category term="Social" label="Social" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Social.aspx" />
    <author>
      <name>Peter</name>
    </author>
    <content type="xhtml">
      <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
        <p>
Der Satzbeginn "Ich bin davon überzeugt, dass." wird immer dann verwendet, wenn man
kein stichhaltiges Argument anführen kann. Mit dieser Phrase wirft man statt eines
Arguments sein persönliches Ansehen in die Waagschale. Somit wird jeglicher Diskussion
die Grundlage entzogen, da sie zwangsläufig nicht mehr auf der Sachebene, sondern
auf der persönlichen Ebene geführt wird. 
</p>
        <p>
Diese Phrase wird häufig von gewählten Personen verwendet. Amts- und Mandatsträger
nutzen die Tatsache, dass sie gewählt wurden, als Bestätigung jeglicher Position.
Ihre persönliche Überzeugung muss qua electio zwangsläufig der Überzeugung der Mehrheit
entspricht.
</p>
        <img width="0" height="0" src="http://www.dotnetphen.com/blog/aggbug.ashx?id=c5a11a6c-0e3a-4bf8-a89f-f45e27db8eae" />
      </div>
    </content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Die Strohmänner der Energiewirtschaft</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.dotnetphen.com/blog/2010/08/27/DieStrohm%c3%a4nnerDerEnergiewirtschaft.aspx" />
    <id>http://www.dotnetphen.com/blog/PermaLink,guid,54df80f8-5eee-419c-ad95-6d72bf8aedae.aspx</id>
    <published>2010-08-27T15:08:00+02:00</published>
    <updated>2010-08-27T17:22:04.5180652+02:00</updated>
    <category term="Atomkraft" label="Atomkraft" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Atomkraft.aspx" />
    <category term="Erneuerbare Energien" label="Erneuerbare Energien" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,ErneuerbareEnergien.aspx" />
    <category term="Green" label="Green" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Green.aspx" />
    <category term="Klimaschutz" label="Klimaschutz" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Klimaschutz.aspx" />
    <category term="Kohle" label="Kohle" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Kohle.aspx" />
    <category term="Umweltpolitik" label="Umweltpolitik" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Umweltpolitik.aspx" />
    <author>
      <name>Peter</name>
    </author>
    <content type="xhtml">
      <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
        <p>
Vor einigen Tagen schalteten die großen vier Energiekonzerne eine <a href="http://www.energiezukunftdeutschland.de/">ganzseitige
Anzeige</a> in mehreren deutschen Tageszeitungen. Im Kern ging es darum, mit geschickt
formulierten Sätzen den Eindruck zu erwecken, eine Laufzeitverlängerung für deutsche
Atomkraftwerke wäre unumgänglich. Andernfalls würde die Lebensgrundlage in Deutschland
in Gefahr geraten.
</p>
        <p>
Damit die vier Großen nicht der ungezügelten Polemik beschuldigt werden können, wurde
der "Energiepolitische Appell" durch den eigens gegründeten Verein Energiezukunft
für Deutschland e.V. i.G. herausgegeben. Der Vorstand des Vereins besteht jedoch aus
dem Atomlobbyisten Manfred Haberzettel, gesteuert durch EnBW, dem durch E.ON versorgten
Gerrit Riemer und Stephanie Schunck, die auf der Gehaltsliste von RWE zu finden ist.
Somit hätte man gar nicht erst einen "Verein" gründen müssen, sondern hätte direkt
die Namen der Konzerne unter den Aufruf setzen können.
</p>
        <p>
Der Name allein ist schon eine Farce. Stößt er doch viele mittelständische Unternehmen
und Stadtwerke vor den Kopf, die ihre getätigten Investitionen und teilweise auch
ihre Existenz durch die Laufzeitverlängerung und die Lobbyarbeit der großen Vier bedroht
sehen. Doch damit nicht genug. Um dem Appell einen Anstrich von Seriosität zu geben,
ließen ihn die Energiekonzerne durch Strohmänner unterzeichnen. So wird ein breiter
gesellschaftlicher Rückhalt simuliert. 
</p>
        <p>
Prominentes Mitglied der Strohmänner ist Oliver Bierhoff, ehemaliger Fußballprofi
und nun Manager im DFB. Dessen Vater war jahrelang Vorstandsmitglied von RWE. <a href="http://blog.greenpeace.de/blog/2010/08/20/olli-und-die-atomlobby/">Der
DFB selbst ist allerdings von den Eskapaden Bierhoffs und der Atomwirtschaft nicht
sehr begeistert</a>. Klammheimlich wurde daraufhin der Titel Bierhoffs von "Manager
der Fußball-Nationalmannschaft" zu "Fußball-Manager" geändert.
</p>
        <p>
Der ehemalige Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens, Wolfgang Clement, unterzeichnete
den Appell ebenfalls. Im Jahre 2002 hatte er als Mitglied des SPD-Bundesvorstands
noch zusammen  mit Gerhard Schröder den Atomausstieg auf den Weg gebracht. Nun
ist Herr Clement allerdings Mitglied des Aufsichtsrates der RWE Power AG und somit
gegen den Atomausstieg. Von seiner <a href="http://www.wdr.de/themen/politik/1/hart_aber_fair/faktencheck_100825/index.jhtml">Sachkenntnis</a> konnte
man sich am 27.08. bei Frank Plasberg in der Sendung "Hart aber fair" überzeugen.
Wolle man Deutschland mit regenerativen Energien versorgen, müsse nach seiner Aussage
die Nordsee derart mit Windkraftanlagen zugepflastert werden, dass eine Schifffahrt
nicht mehr möglich sei. Auch Das Wattenmeer wäre dann zerstört, von Naturschutz könne
keine Rede sein. Den Appell hat er übrigens nicht als Vorstandsvorsitzender der RWE
Power AG, sondern als Ministerpräsident und Bundesminister a.D. unterzeichnet.
</p>
        <p>
Wolfgang Hermann, der als Präsident der TU München den Appell unterzeichnet hat, unterschlägt
seinen Aufsichtsratsposten bei der E.ON Energie AG.
</p>
        <p>
Kurt Joachim Lauk, langjähriges Vorstandsmitglied der VEBA-AG (heute E.ON), unterzeichnet
als Wirtschaftsrat der CDU.
</p>
        <p>
Friedrich Merz, der als Rechtsanwalt unterzeichnet, sitzt im Verwaltungsrat von BASF
Antwerpen N.V. BASF wird auch direkt durch den BDI-Vizepräsidenten Jürgen Hambrecht
repräsentiert.
</p>
        <p>
Neben Personen, die ihren Arbeitgeber ohne dessen Zustimmung als "unterstützende Organisation"
angeben, und Personen, die ihre Verbindung zu den initiierenden Unternehmen unterschlagen,
gibt es allerdings auch noch Personen, die als Unterzeichner geführt wurden, obwohl
sie dem widersprochen haben. So geschehen mit dem Vorsitzenden der IG BCE, Michael
Vassiliadis. Dieser entschied sich dazu, seinen Namen nicht für die Atomlobby herzugeben.
Dies hinderte die Verantwortlichen jedoch nicht daran, Michael Vassiliadis trotzdem
in der Unterstützerliste aufzuführen. Mittlerweile ist sein Name jedoch ohne weitere
Hinweise von der Internetseite des Appells entfernt worden. Ganz im Gegensatz zu dessen
Ersatz, Anne Lauvergeon von Areva. Die Gründerin des französischen Nuklearkonzerns
wird explizit als nachträglich gewonnen Unterstützerin angepriesen.
</p>
        <p>
Betrachtet man die Branchenzugehörigkeit der Unterzeichner, so fällt auf, dass diese
nur einen kleinen Teilbereich der deutschen Wirtschaft vertreten. So ist die Energiewirtschaft,
einige Chemiekonzerne und die Stahlwirtschaft vertreten, vornehmlich also energieintensive
Wirtschaftszweige. Über allem schwebt der BDI als Lobbyvereinigung. Dagegen haben
die innovativen Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus sowie der komplette Mittelstand
sich nicht an der Aktion beteiligt. Schließlich ist der Anlagenbau weltweiter Innovationsführer
der regenerativen Technologien, die das Potenzial haben, den großen Vier das Wasser
abzugraben. Und der Mittelstand ist der Wirtschaftsbereich, der durch dezentrale Energiekonzepte
immer stärker an der Vormachtstellung der Energiekonzerne nagt. Wenig verwunderlich
also, dass sich dort keine Strohmänner rekrutieren ließen.
</p>
        <img width="0" height="0" src="http://www.dotnetphen.com/blog/aggbug.ashx?id=54df80f8-5eee-419c-ad95-6d72bf8aedae" />
      </div>
    </content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Methanisierung von CCS-Abfällen</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.dotnetphen.com/blog/2010/08/03/MethanisierungVonCCSAbf%c3%a4llen.aspx" />
    <id>http://www.dotnetphen.com/blog/PermaLink,guid,6df68794-2089-42b5-b479-a07ef699862b.aspx</id>
    <published>2010-08-03T19:44:00+02:00</published>
    <updated>2010-08-03T21:45:09.0289262+02:00</updated>
    <category term="Erneuerbare Energien" label="Erneuerbare Energien" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,ErneuerbareEnergien.aspx" />
    <category term="Klimaschutz" label="Klimaschutz" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Klimaschutz.aspx" />
    <category term="Kohle" label="Kohle" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Kohle.aspx" />
    <category term="Umweltschutz" label="Umweltschutz" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Umweltschutz.aspx" />
    <author>
      <name>Peter</name>
    </author>
    <content type="xhtml">
      <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
        <p>
In <a href="http://www.dotnetphen.com/blog/2010/08/01/ErneuerbareEnergieInErdgasUmwandeln.aspx">meinem
letzten Beitrag</a> habe ich die Kohlenstoffdioxidabscheidung von Kraftwerken als
Quelle für die Methanisierung genannt. Dort spricht weiterhin nichts gegen, jedoch
einen Nachsatz muss ich korrigieren und damit wird die komplette Aussage in Frage
gestellt.
</p>
        <blockquote>
          <p>
Damit würde bei der viel diskutierte Technologie der heikelste Teil, die Einlagerung
des Kohlenstoffdioxid, entfallen.
</p>
        </blockquote>
        <p>
Dies ist leider nicht der Fall, da das eingespeiste Erdgas für gewöhnlich verbrannt
und damit der Kohlenstoff zu Kohlenstoffdioxid reagiert wird. Würde nun der CCS-Abfall
für die Methanisierung verwendet, wäre dies nichts weiter als eine Verzögerung der
Freisetzung in die Atmosphäre. Dabei wurde aber das CO2 gerade mit der Intention abgeschieden,
es einzulagern. CCS fällt somit als Lieferant für das benötigte CO2 aus.
</p>
        <img width="0" height="0" src="http://www.dotnetphen.com/blog/aggbug.ashx?id=6df68794-2089-42b5-b479-a07ef699862b" />
      </div>
    </content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Erneuerbare Energie in Erdgas umwandeln</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.dotnetphen.com/blog/2010/08/01/ErneuerbareEnergieInErdgasUmwandeln.aspx" />
    <id>http://www.dotnetphen.com/blog/PermaLink,guid,0061f96e-3045-4ec1-8525-3cc959f9f807.aspx</id>
    <published>2010-08-01T09:47:00+02:00</published>
    <updated>2010-08-01T11:52:17.3340793+02:00</updated>
    <category term="Erneuerbare Energien" label="Erneuerbare Energien" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,ErneuerbareEnergien.aspx" />
    <category term="Green" label="Green" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Green.aspx" />
    <author>
      <name>Peter</name>
    </author>
    <content type="xhtml">
      <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
        <p>
Der größte Nachteil der erneuerbaren Energien ist, dass sie nicht rund um die Uhr
zur Verfügung stehen. Auch sind die Erträge nicht genau genug planbar, um damit die
Grundlastkraftwerke ersetzen zu können. Eine Idee, dieses Problem in den Griff zu
bekommen, ist die Vernetzung dezentraler Erzeuger in einem großen, Smart Grid genannten,
intelligenten Netz. Damit wird es möglich, eine starke Bewölkung in Süddeutschland,
die die Energieproduktion aus Solarkraftwerken verringert, durch starken Wind in Norddeutschland
auszugleichen. Es muss lediglich die Information der sich verringernden Energieversorgung
im Süden an den Norden weitergegeben werden, um dort die Windkraftwerke anlaufen zu
lassen und den drohenden Energiemangel auszugleichen. Problematisch wird es nur dann,
wenn beides aufeinander trifft. Man kann daher noch immer nicht von Planungssicherheits
sprechen.
</p>
        <p>
Einen neuen Ansatz verfolgt das Salzburger Unternehmen <a href="http://solar-fuel.com/">Solar
Fuel Technology</a>. In Zusammenarbeit mit dem <a href="http://www.zsw-bw.de/">Zentrum
für Sonnenenergie und Wasserstoffforschung Baden Württemberg</a>, dem <a href="http://www.iwes.fraunhofer.de/">Fraunhofer
Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES)</a> in Kassel und dem <a href="http://www.jku.at/">Linzer
Institut für organische Solarzellen Grundlagen für Photon-to-Fuel Prozesse und CO2-Recycling
(LIOS) der Johannes Kepler Universität Linz</a> wurde ein Verfahren entwickelt, um
überschüssige Energie speicherbar zu machen. Dazu wird mit Hilfe der erzeugten Energie
Wasser durch das Elektrolyse genannte Verfahren in seine Bestandteile Sauerstoff und
Wasserstoff aufgeteilt. Der Wasserstoff wird im nachfolgenden <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Sabatier-Prozess">Sabatier-Prozess</a> mit
Kohlenstoffdioxid zu Methan und Sauerstoff reagiert. Und mit Methan hat man nun einen
Energieträger, der den größten Anteil einer anderen sehr bekannten Energieform stellt,
dem Erdgas. Das gleiche Verfahren stellte das <a href="http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3997.pdf">Umweltbundesamt
als möglichen Energiespeicher in seinem Energiekonzept</a> vor.
</p>
        <p>
Das Sabatier-Prozess ist bereits seit über 100 Jahren bekannt, wurde bisher jedoch
nicht im Rahmen der Energiegewinnung oder -Speicherung eingesetzt. Da es sich um einen
exothermen Prozess handelt, bei der Reaktion also Wärmeenergie abgegeben wird, kann
diese zur Steigerung des Wirkungsgrades mittels <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Organic_Rankine_Cycle">ORC-Anlagen</a> verstromt
oder als Prozesswärme oder Heizenergie weiterverwendet werden.
</p>
        <p>
Mit dieser Technologie erschließen sich nun vielfältige Möglichkeiten. Das Methan
ließe sich in das bestehende Erdgasnetz einspeisen und dort speichern. Es kann zum
Heizen verwendet oder in Gaskraftwerken, die schnell regelbar sind, verstromt werden.
Das Problem der Speicherbarkeit der erneuerbaren Energien wäre somit elegant gelöst,
da keine zusätzliche Speicherinfrastruktur gebaut werden müsste. Zusätzlich kann Methan
weiter zu Flugbenzin oder <a href="http://media.godashboard.com/gti/IEA_Task33_arnold_workshop_may2009.pdf">synthetischem
Ottokraftstoff</a> verarbeitet werden. 
</p>
        <p>
Ein weiterer denkbarere Anwendungsfall laut <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1018744/Speicherung-von-Oekostrom">zdf.Umwelt</a> ist,
die Energie des <a href="http://www.desertec.org/de/">Desertec-Projekts</a> kostengünstig
in Form von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%BCssiggas">Flüssiggas</a> nach
Europa zu transportieren. Entweder als Übergangslösung, so lange die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hochspannungs-Gleichstrom-%C3%9Cbertragung">Gleichstromübertragung</a> noch
nicht realisiert wurde oder gar als Alternative zu dieser recht teuren Technologie.
</p>
        <p>
Um das Methan zu erzeugen, muss jedoch zuerst Kohlenstoffdioxid in der benötigten
Qualität und Menge vorhanden sein. Eine Möglichkeit wäre es, dieses industriell herstellen
zu lassen. Jedoch gibt es auch Technologien, bei der das Kohlenstoffdioxid quasi als
Abfallprodukt entsteht: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/CO2-Abscheidung_und_-Speicherung">Kohlenstoffdioxid-Abscheidung
und Speicherung, auch bekannt als CCS</a>, mit der Kohlekraftwerke umweltfreundlicher
werden soll. In diesem Fall müsste es nicht aufwendig und risikoreich unterirdisch
gelagert werden, sondern könnte selbst zum Energieträger werden. Damit würde bei der
viel diskutierte Technologie der heikelste Teil, die Einlagerung des Kohlenstoffdioxid,
entfallen. Alternativ kann biochemische und thermochemische Vergasung von Reststoffbiomasse
als Kohlenstoffdioxidquelle dienen.
</p>
        <p>
Problematisch ist lediglich der Wirkungsgrad der Anlagen. Das Umweltbundesamt schätzt
ihn bei der Verstromung des Methans durch effiziente Gas- und Dampfturbinenkraftwerke
für die komplette Systemkette auf 35%. Sollte das erzeugte Methan weiterverarbeitet
werden, sinkt der Wirkungsgrad entsprechend weiter.
</p>
        <img width="0" height="0" src="http://www.dotnetphen.com/blog/aggbug.ashx?id=0061f96e-3045-4ec1-8525-3cc959f9f807" />
      </div>
    </content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Verantwortung für die Auswirkungen des eigenen Handelns</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.dotnetphen.com/blog/2010/07/31/VerantwortungF%c3%bcrDieAuswirkungenDesEigenenHandelns.aspx" />
    <id>http://www.dotnetphen.com/blog/PermaLink,guid,d266cec4-7e3b-40d7-958c-ecff414b9220.aspx</id>
    <published>2010-07-31T18:19:00+02:00</published>
    <updated>2010-07-31T20:22:37.9596571+02:00</updated>
    <category term="Green" label="Green" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Green.aspx" />
    <category term="Social" label="Social" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Social.aspx" />
    <category term="Umweltpolitik" label="Umweltpolitik" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Umweltpolitik.aspx" />
    <category term="Umweltschutz" label="Umweltschutz" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Umweltschutz.aspx" />
    <author>
      <name>Peter</name>
    </author>
    <content type="xhtml">
      <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
        <p>
Jedem, der über die Auswirkungen seines eigenen Handelns nachdenkt und somit Verantwortung
für sich und Andere übernimmt, sind die Inhalte hinter den folgenden Links wahrscheinlich
bekannt. Allen Anderen sind sie wärmstens ans Herz gelegt:
</p>
        <ul>
          <li>
            <a title="http://www.storyofstuff.com/" href="http://www.storyofstuff.com/">The Story
of Stuff von Annie Leonard</a> als Film oder als Buch</li>
          <li>
            <a href="http://theyesmen.org/">The Yes Men</a> mit ihrem Film <a href="http://vodo.net/media/torrents/The.Yes.Men.Fix.The.World.P2P.Edition.2010.Xvid-VODO.torrent">The
Yes Men Fix the World</a>, der aus rechtlichen Gründen nur als Torrent verfügbar ist</li>
        </ul>
        <img width="0" height="0" src="http://www.dotnetphen.com/blog/aggbug.ashx?id=d266cec4-7e3b-40d7-958c-ecff414b9220" />
      </div>
    </content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Die Brisanz der geduldeten Regierung in Nordrhein-Westfalen</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.dotnetphen.com/blog/2010/06/12/DieBrisanzDerGeduldetenRegierungInNordrheinWestfalen.aspx" />
    <id>http://www.dotnetphen.com/blog/PermaLink,guid,1498e5c4-33a5-426e-8bbb-9edccc5bc134.aspx</id>
    <published>2010-06-12T18:45:00+02:00</published>
    <updated>2010-06-12T20:45:46.0777752+02:00</updated>
    <category term="Atomkraft" label="Atomkraft" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Atomkraft.aspx" />
    <category term="NRW" label="NRW" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,NRW.aspx" />
    <category term="Politik" label="Politik" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Politik.aspx" />
    <author>
      <name>Peter</name>
    </author>
    <content type="xhtml">
      <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
        <p>
Fünf Wochen nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen ist eines klar: Die Regierungsbildung
ist gescheitert. Hatte anfänglich die CDU durch ihren Vorsprung bestehend aus 6000
Stimmen noch den Auftrag zur Regierungsbildung für sich beansprucht, siegte dort schnell
die Erkenntnis, dass es für eine Neuauflage der schwarz-gelben Koalition nicht reicht.
Die Grünen ihrerseits stellen sehr schnell klar, dass es keine Jamaika-Koalition geben
würde. Aber auch die SPD konnte keine stabilen Mehrheiten mit der Linkspartei, den
Grünen und der FPD oder auch der CDU bilden. Es sind somit alle Karten ausgespielt,
aber niemand kann einen Stich machen.
</p>
        <p>
Diese Lage bedeutet, dass die bisherige Regierung weiterhin geschäftsführend im Amt
bleibt, im Landtag allerdings keine Mehrheit mehr besitzt. Was damit einher geht,
haben verschiedenste Presseorgane bereits eingehend beleuchtet. Ein Punkt bleibt dabei
leider allzu oft außen vor: Der Atomausstieg. Stieg die Hoffnung, dass nach der NRW-Wahl
die schwarz-gelbe Mehrheit im Bundesrat abgelöst werden könne, wurde sie nun vernichtend
geschlagen. Der Bundesrat setzt sich nämlich nicht nach den Mehrheiten in den jeweiligen
Landesparlamenten zusammen, sondern die Sitze werden von den Landesregierungen eingenommen.
Und wie die geduldete Minderheitenregierung aus CDU und FDP in NRW in der Frage längerer
Laufzeiten für Atomkraftwerke abstimmt, kann nicht als Geheimnis betrachtet werden.
</p>
        <img width="0" height="0" src="http://www.dotnetphen.com/blog/aggbug.ashx?id=1498e5c4-33a5-426e-8bbb-9edccc5bc134" />
      </div>
    </content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Regierung unterliegt Lobbyisten II</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.dotnetphen.com/blog/2010/06/08/RegierungUnterliegtLobbyistenII.aspx" />
    <id>http://www.dotnetphen.com/blog/PermaLink,guid,dc65b0e8-d15d-48ad-ac68-88bfe87a424f.aspx</id>
    <published>2010-06-08T05:46:00+02:00</published>
    <updated>2010-06-08T07:48:41.296842+02:00</updated>
    <category term="Atomkraft" label="Atomkraft" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Atomkraft.aspx" />
    <category term="Erneuerbare Energien" label="Erneuerbare Energien" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,ErneuerbareEnergien.aspx" />
    <category term="Green" label="Green" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Green.aspx" />
    <category term="Umweltpolitik" label="Umweltpolitik" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Umweltpolitik.aspx" />
    <author>
      <name>Peter</name>
    </author>
    <content type="xhtml">
      <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
        <p>
Nachtrag zum <a href="http://www.dotnetphen.com/blog/2010/06/07/RegierungUnterliegtLobbyistenKeineKlimarettung.aspx">gestrigen
Eintrag Regierung unterliegt Lobbyisten</a>.
</p>
        <p>
Rechnet man kurz nach, erkennt man, dass die geplante Brennelementesteuer am 15.05.
eines jeden Jahres getilgt ist. Dieser Berechnung liegt die weithin anerkannte Faustregel
zugrunde, dass ein abgeschriebenes Kernkraftwert pro Tag ca. 1 Mio. Euro gewinn erwirtschaftet.
In Deutschland sind alle verbleibenden 17 KKW abgeschrieben. Das bedeutet, dass neben
den 2,3 Mrd. Euro, die der Staat über die Brennelementesteuer abgreift, die vier großen
Energiekonzerne ihrerseits ca. 4 Mrd. Euro einsacken. Vornehmlich lohnt sich die Brennelementesteuer
also nicht für die Bürger, die die Kraftwerke über den Strompreis in den letzten Jahrzehnten
bezahlt haben, sondern hauptsächlich für die Konzerne, die damit die notwendigen Investitionen
in das marode Netz vermeiden wollen.
</p>
        <p>
Mehr Informationen dazu in einem <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/wib/1192151/">Feature
des Deutschlandfunk: Energiepolitik auf dem Holzweg</a>.
</p>
        <p>
          <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/2/147772">Telepolis berichtet</a> darüber hinaus,
dass bei der Brennelementesteuer noch nicht das letzte Wort gesprochen ist. Es scheint,
dass die Lobbyisten bereits wieder im verdeckten mauscheln.
</p>
        <blockquote>
          <p>
RWE -Chef Jürgen Großmann <a href="http://www.handelsblatt.com/newsticker/unternehmen/rwe-chef-grossmann-lehnt-brennelemente-steuer-ab;2593746">lehnte
eine reine Abgabe ohne</a> Mehrwert für die Betreiber mit den Worten: "Ich denke
nicht, dass es eine neue Steuer geben sollte" ab. Und plädierte statt dessen
für eine billigere "Umlage in die erneuerbaren Energien".
</p>
        </blockquote>
        <p>
Diese Umlage könnte dann die konzerneigenen Windenergieparks subventionieren. Greenwashing
in Reinkultur.
</p>
        <p>
Auch die bereits gestern angesprochene Gefahr des Investitionsrückgangs thematisiert
Telepolis:
</p>
        <blockquote>
          <p>
Der deutsche Städtetag und die kommunalen Energieversorger warnten die Bundesregierung
dagegen <a href="http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2010-06/17079925-deutscher-staedtetag-warnt-regierung-vor-akw-laufzeitverlaengerung-003.htm">vor
den Folgen längerer Laufzeiten</a>. Denn die deutschen Stadtwerke planten zur Zeit
Investitionen von 12,5 Mrd. Euro in moderne Kraftwerke. Wenn jetzt jedoch Atomstrom
aus längst abgeschriebenen Kraftwerken den Markt überschwemme müssten sie möglicherweise
ihre Pläne zurückziehen und eine Modernisierung der Netz und Erzeugerstrukturen verzögerte
sich um Jahre.
</p>
        </blockquote>
        <img width="0" height="0" src="http://www.dotnetphen.com/blog/aggbug.ashx?id=dc65b0e8-d15d-48ad-ac68-88bfe87a424f" />
      </div>
    </content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Regierung unterliegt Lobbyisten: Keine Klimarettung</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.dotnetphen.com/blog/2010/06/07/RegierungUnterliegtLobbyistenKeineKlimarettung.aspx" />
    <id>http://www.dotnetphen.com/blog/PermaLink,guid,eb5fd554-c4f8-4566-af08-bd7707ff0956.aspx</id>
    <published>2010-06-07T06:00:00+02:00</published>
    <updated>2010-06-07T12:29:36.9348685+02:00</updated>
    <category term="Atomkraft" label="Atomkraft" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Atomkraft.aspx" />
    <category term="Erneuerbare Energien" label="Erneuerbare Energien" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,ErneuerbareEnergien.aspx" />
    <category term="Green" label="Green" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Green.aspx" />
    <category term="Klimaschutz" label="Klimaschutz" scheme="http://www.dotnetphen.com/blog/CategoryView,category,Klimaschutz.aspx" />
    <author>
      <name>Peter</name>
    </author>
    <content type="xhtml">
      <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
        <p>
In der gestrigen Klausurtagung im Kanzleramt wurde ein Sparpaket von 51 Milliarden
Euro bis 2016 beschlossen. Darin ist unter anderem der Posten Brennelementesteuer
mit 2,3 Milliarden Euro jährlich enthalten. Die Brennelementesteuer ist der Versuch
der Bundesregierung, die Gewinne der Energiekonzerne aus den Laufzeitverlängerungen
der Kernkraftwerke abzuschöpfen. Diese sind bereits seit Jahren abgeschrieben. Kernreaktoren
werden mit der Verlängerung der Laufzeiten zu Gelddruckmaschinen für die Konzerne,
deren Abfall auf Kosten der Gesellschaft entsorgt werden muss.
</p>
        <p>
In Anbetracht des aktuellen Sparzwangs wird die kernkraftfreundliche Bundesregierung
nicht auf die 14 Milliarden Euro bis 2016 verzichten. Investitionsabsichten in erneuerbare
Energien werden somit für lange Zeit im Keim erstickt. Sinkende Einspeisevergütungen
können die Differenz zum unschlagbar günstigen Atomstrom nicht mehr überbrücken. Die
Entsorgung des Abfalls kann, wie auch bisher geschehen, weiter in die Zukunft und
damit in hoffentlich bessere Zeiten verschoben werden.
</p>
        <p>
Mit den beschlossenen Maßnahmen rückt eine Energiewende hin zu einem dezentralen,
nachhaltigen und erneuerbaren Kraftwerkspark in weite Ferne. Vor dem Hintergrund des
drängendem Klimaproblems kann diese Entscheidung nur als unverantwortlich beschrieben
werden. Auch das ungelöste Endlagerproblem des Kernabfälle wird zugespitzt, da die
Menge an einzulagerndem radioaktivem Müll exorbitant anwachsen wird.
</p>
        <img width="0" height="0" src="http://www.dotnetphen.com/blog/aggbug.ashx?id=eb5fd554-c4f8-4566-af08-bd7707ff0956" />
      </div>
    </content>
  </entry>
</feed>
