# Tuesday, February 19, 2008

CRC-Fehler beim Verschlüsseln der Systempartition mit TrueCrypt

Mein Notebooks ist secure, meine zweite Festplatte ebenfalls. Jetzt fehlt noch meine Systemplatte. Nach deren Verschlüsselung wollte ich dann einen Artikel über die Performance von TrueCrypt schreiben. Habe extra einige Messungen mit den unverschlüsselten Laufwerken gemacht.

Allerdings kommt es ja bekanntlich immer anders, als man es erwartet. Nachdem mein Notebook ohne Probleme verschlüsselt wurde, begab ich mich an meine Workstation. Dort lagern die "wichtigen Daten", das Notebook war eher der Proof of Concept. Meine Zweitplatte lies sich dort auch problemlos verschlüsseln. Als dies abgeschlossen war, sollte als letztes die Windows Parition ihr freies Dasein aufgeben. Aber Pustekuchen. Nach dem Schlüsselerstellen, CD-Brennen und Testbooten sagt mir TC nach weniger als einem Prozent Fortschritt: Ätsch, ich hör auf wegen "Is' nich'". Oder anders: CRC-Dateifehler. Leider war's das auch schon an Informationen.

Nach kurzer Recherche im Internet bin ich auf einige Informationen gestoßen. Folgende Dinge können das Problem beheben, müssen aber nicht:

  • chkdsk /f /r: CheckDisk mit voller Suche und Reparatur der gefunden Probleme. Hatte ich bereits ausgeführt, hat jedoch nicht geholfen.
  • Je nach Festplattenhersteller: Maintenance-Tool der Festplatte für Deep-Scan.
  • HDTune? Selbst noch nie benutzt.
Hier noch einige Links:
Probleme mit TrueCrypt
TrueCrypt 5.0 ist da
TrueCrypt 5: CRC-Fehler

Einige Hintergrundinformationen zum Fehler. Der CRC-Fehler wird generiert, wenn TC einen Sektor findet, der defekt ist (dessen errechnete Prüfsumme nicht mit der erwarteten Prüfsumme übereinstimmt). Soweit meine Informationen reichen, spielt es keine Rolle, ob dieser Sektor intern (innerhalb der Festplatte) als defekt markiert ist. Die Festplatte kann ja defekte Sektoren als solche markieren und durch Ersatzsektoren austauschen. So lange, bis keine Ersatzsektoren mehr vorhanden sind. Ab dann schwindet die Kapazität. Aber zurück zu TC. TC weigert sich, auf einer Festplatte zu arbeiten, die defekt ist. Und das aus gutem Grund. Ein Sektor, der seine Daten nicht "halten" kann, gefärdet die Lesbarkeit des gesamten Containers (diese Information kann ich nicht genau belegen, dafür habe ich mir den Verschlüsselungsalgorithmus noch nicht genau genug angeschaut), zumindest aber seines Blocks. Um dies und den damit einhergehenden Datenverlust zu vermeiden, bricht TC den Vorgang ab.

Wer mit den oben beschriebenen Maßnahmen keine Linderung erzielt, sollte über eine neue Platte nachdenken. Wer vertraut schon gerne seine Daten einem System an, was nachweislich instabil ist. Genau diesen Weg beschreite ich auch. Allerdings denke ich direkt darüber nach, meinen Rechner, der immerhin schon 4 Jahre auf dem Buckel hat, auszutauschen. Wer jedoch von der Verschlüsselung absieht, ohne sich finanziell belasten zu wollen, kann den "anverschlüsselten" Teil im Boot-Menü des TC.Boorloaders wieder entschlüsseln. Dauert ein paar Minuten und anschließend ist alles wieder frei und unsicher.

Und für die Verschwürungstheoretiker: TC steckt mit der CD-Industrie unter einer Decke. Bei jedem neuen Versuch, die Platte zu verschlüsseln, muss eine Rescue Disc gebrannt werden ;)

Tuesday, February 19, 2008 11:01:06 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00) #    Comments [0] | Trackback
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