Eine allgemein anerkannte und durchaus korrekte These aus einer nicht anerkannten und durchaus falschen oder polemischen Argumentationskette herauszupicken und diese These isoliert mit der Phrase "Das wird man doch wohl noch sagen dürfen" wiederzugeben, zielt darauf ab, dass andere Personen die falsche Argumentationskette als richtig ansehen.
Erzeugt wird diese Fehleinschätzung dadurch, dass der Politiker sich entrüstet über die Kritik an seiner Argumentation zeigt, die seiner Meinung nach doch auf einer vollkommen korrekten These aufbaut und somit nicht falsch sei kann. Getreu dem Motto "Wie kann eine Argumentationskette falsch sein, wenn mindestens ein Argument der Kette richtig ist" wird ein korrekter Sachverhalt so dargestellt, als hätte ihn jemand angezweifelt, um gleich darauf umso vehementer die Korrektheit des isolierten Sachverhalts zu bestätigen. Durch die Vehemenz wird nun beim späteren Leser/Seher das Gefühl erzeugt, der Politiker wäre falsch verstanden worden. Auch wenn der Leser/Seher den korrekten Sinn der falschen Argumentationskette korrekt verstanden hat und mit der Schlussfolgerung nicht einverstanden ist, wird ihm umgehend der Wind aus den Segeln genommen, da der Politiker ja offensichtlich falsch verstanden wurde.
Diese Phrase dient also dazu, eine falsche Schlussfolgerung durch umso lautere Entrüstung über eine nicht erfolgte Unterstellung zu legitimieren.
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