# Monday, September 07, 2009

Led Lenser M5

[Trigami-Review]

Für einen Produkttest erreichte mich die Taschenlampe Led Lenser M5 der Firma Zweibrüder Optoelectronics. Dabei handelt es sich um eine durch einen Mikroprozessor gesteuerte LED-Taschenlampe.

IMG_1089_1 

Lieferumfang

Die Taschenlampe kam in Verbindung mit einer Menge nützlichem Zubehör in einerSmartCard formschönen Schachtel. Beginnen wir mit der Smart Card. Dies ist eine prägnante Bedienungsanleitung mit den wichtigsten Schaltfunktionen der Lampe im Format einer ID-1-Karte, sie eignet sich also bestens für die Hosentasche. Neben der Smart Card gibt es eine eigentlich alles umfassende und trotzdem recht kurze Bedienungsanleitung in Papierform.

Als nächstes ist eine praktische Handschlaufe enthalten, die man an einer entsprechenden Öse am Ende der Lampe befestigen kann.

Wer die Handschlaufe nicht benutzen möchte, die Lampe aber trotzdem immer griffbereit wünscht, kann die Nylontasche zur Befestigung am Gürtel verwenden. Die Tasche lässt sich mit Hilfe des beiliegenden Karabiners aber auch einfach am Rucksack oder dem Materialhaken unterbringen.

Mit der handelsüblichen AA-Batterie, welche kostengünstig nachgekauft werden kann, ist dann der Lieferumfang vollständig und alles nötige vorhanden, um die Lampe in Betrieb zu nehmen.

IMG_1111_1

Inbetriebnahme und erster Eindruck

Die Inbetriebnahme gestaltet sich Taschenlampengerecht. Batterie einlegen (auf die korrekte Polung achten) und loslegen. Die Lampe liegt gut in der Hand, sie ist sehr hell und die Bedienung geht flott von der Hand. Machen wir uns also ans Eingemachte.

Ausführliche Beschreibung

Bei der Led Lenser M5 handelt es sich nicht um eine übliche Taschenlampe. Sie ist, wie der Name schon suggeriert, mit einer LED als Lichtquelle ausgestattet. Für die LED sprechen:

  • Geringere Verlustleistung durch Abstrahlung von Wärme
  • Längere Haltbarkeit als eine Glühlampe
  • Robuster im härteren Einsatz

Durch die geringere Verlustleistung der LED kann diese mit der gleichen Energiemenge entsprechend heller oder länger leuchten, je nach Einsatzzweck. Da nun eine LED im Normalfall immer die gleiche Menge Licht abgibt, mussten sich die Entwickler etwas einfallen lassen. Und hier kommt der Mikrochip ins Spiel, welcher der Lampe auch ihren Namen gibt (das M steht eben für Mikrochip). Mit Hilfe dieses kleinen Chips kann die LED mit “Vollgas”, im blendfreien, gedimmten 15%-Modus oder Strobe Modus betrieben werden. Der Strobe Modus erzeugt ein grelles Blitzen, was zur Selbstverteidigung eingesetzt werden kann.

Die LED ist aber nur die erste Besonderheit der M5. Als nächstes wirklich interessantes Feature ist das Speed-Focus-System mit seiner Gleitschlittenmechanik zu nennen. Dies ermöglich es, die Lampe mit einer Hand zu fokussieren, da einfach nur der Lampenkopf mit Daumen und Zeigefinger vor- und zurückgeschoben werden muss. Außerdem besteht es nicht wie bei anderen Lampen aus einem einfachen verschiebbaren Reflektor, sondern aus einem Reflektor in Kombination mit einer Linse, dem sogenannten Advanced Focus System. Damit lässt sich das Licht viel besser auf den gewünschten Bereich bündeln. Es wird so ein klar abgegrenzter Spot oder eine homogen ausgeleuchtete Fläche angestrahlt.

Das hört sich auf den ersten Moment sehr fragil und fehleranfällig an, ist es aber nicht. Die Lampe ist spritzwassergeschütz in einem robusten Metallgehäuse untergebracht, kann im Aquarium versenkt oder mit dem Auto überrollt werden, ohne dass ihre Funktionsfähigkeit beeinflusst würde.

Um die Verlustleistung weiter zu minimieren und die Lampe robuster zu machen, sind die Kontakte hartvergoldet. Somit wird zum einen Korrosion vermieden, welche den Übergangswiderstand negativ beeinflusst und zum anderen werden die Kontakte damit unanfälliger gegen eventuell austretende Batteriesäure.

Sollte trotz der robusten Bauweise mal etwas kaputt gehen, muss nicht gleich eine Neue her. Die Lampe ist modular aufgebaut, sodass lediglich das defekte Teil getauscht werden muss.

Der aus meiner Sicht einzige Wermutstropfen ist der am Lampenende angebrachte Schalter. Für manche Anwendungszwecke ist dies durchaus sinnvoll, hält man die Lampe jedoch mit dem Daumen nach vorne, um das Speed-Focus-System zu bedienen, muss man die zweite Hand zu Hilfe nehmen, um die Lampe ein- oder auszuschalten.

Technische Details

Gewicht 74g
Länge 11cm
Durchmesser Kopf 2,1cm
Durchmesser Schaft 1,8cm
Leuchtdauer 15% ca. 8 Stunden
Lichtstrom 88 Lumen

Wie man auf dem folgenden Bild sehen kann, eignet sich die Lampe nicht nur als Lampe, sondern man kann sie auch zur Fotographie einsetzen. Durch die tageslichtähnliche Farbtemperatur lässt sie sich sehr als Spot nutzen, um bestimmte Bildbereiche hervorzuheben. Alternativ kann sie mit ihrer homogenen Ausleuchtung das komplette Motiv aufhellen.

IMG_1036_1

Außerdem gibt es für verschiedene Lampen der Firma Zweibrüder Optoelectronics Halterungen fürs Fahrrad. Auch wenn sie nicht nach der StVO als Beleuchtung im Straßenverkehr zugelassen sind, sind sie meiner Meinung nach doch um längen besser als manche Fahrradlampe. Wer sein Fahrrad also als Sportgerät nutzt, sollte die LED Lenser als Beleuchtungsalternative unbedingt in Betracht ziehen.

Weitere Informationen

Sehr viele Informationen zur Technik und interessante Anwendungsmöglichkeiten und –beispiele gibt es auf der allgemeinen LED Lenser-Seite. Dort gibt es außerdem eine rührige Community, die den Kontakt zu den Entwicklern herstellt. Somit kann jeder Anwender Einfluss auf zukünftige Entwicklungen nehmen.

Monday, September 07, 2009 6:29:00 PM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00) #  Comments [0] | Trackback
OpenID
Please login with either your OpenID above, or your details below.
Name
E-mail
Home page

Comment (Some html is allowed: a@href@title, strike) where the @ means "attribute." For example, you can use <a href="" title=""> or <blockquote cite="Scott">.  

Live Comment Preview