Sicher kommunizieren

Die Electronic Frontier Foundation hat kürzlich eine Liste verschiedener Messenger herausgegeben, die verschiedene Sicherheitskriterien überprüft. Sie stellt sehr anschaulich dar, welcher Messenger die Daten vor dem Anbieter schützt, welcher Messenger die Daten auch zukünftig schützt und welcher Messenger tatsächlich Open Source ist oder zumindest von unabhängigen Experten auf Hintertüren etc. überprüft wurde. Finde ich eine super Sache. Continue reading

Fensterbewegungen mit der Tastatur

Beruflich bin ich vor einigen Monaten von Windows auf Mac OS umgestiegen. Langsam, aber sicher, finde auch ich mich in der neuen Umgebung zurecht. Allerdings fehlte mir immer das Feature, Fenster per Tastatur zu bewegen. Sei es, sie zu maximieren, an den rechten oder linken Bildschirmrand anzupinnen oder auf einen anderen Monitor zu verschieben. Dies alles kannte ich von Windows (allerdings weiß ich nicht, ob alles out of the box oder nachgerüstet war), habe es mit Mac OS aber schmerzlich vermisste. Zwar gibt es einige System-Shortcuts, die man einrichten kann, aber die decken nicht alles ab. Heute bin ich dann mal wieder auf die Suche nach einem Tool gegangen, welches mir die fehlenden Funktionen nachrüstet, und bin dabei auf das BetterTouchTool aufmerksam geworden. Ist zwar eher für Maus und Touchpad gemacht, kann aber auch Keyboard-Shortcuts erstellen. Genau das, was ich gesucht habe.

Blumen von der Telekom

Many sunflower seeds

“Many sunflower seeds” by Richard Thomas

Heute lag ein Brief von der Telekom im Briefkasten. Ein Entschuldigungsschreiben wegen einer Störung vor einigen Tagen. Wegen Baumaßnahmen musste bei uns die Telefonleitung umgelegt werden, da die Masten nicht stehen bleiben konnten. Ja, tatsächlich, richtig gehört, bei uns kommt das Telefon noch über Leitungen, die an Telefonmasten hängen. Continue reading

Psychotherapie nach Zalando

Manchmal frage ich mich, was Zalando mit dieser absolut nervigen Werbung bezweckt. Schrei vor Glück und so. Denn ich beobachte bei mir, dass die Werbung dazu führt, dass ich niemals etwas bei Zalando kaufen werden. Das gleiche Ergebnis bewirkt auch die Werbung von Seitenbacher. Auch so ein Fall. Ich glaube, in psychologischer Fachsprache nennt man das Aversionstherapie, also eine Therapie, die durch das Setzen negativer Reize ein bestimmten Verhalten unterdrücken will. Aber das kann doch nicht ernsthaft deren Ziel sein. Ist Werbung nicht dazu da, dass Leute ein Produkt von einem Hersteller kaufen, statt sich von ihm abzuwenden? Daraus folgert, dass ich nicht normal bin, wobei ich normal definiere als nicht der Mehrheit entsprechend. Und der Zustand des nicht normal Seins wird ja allzu oft als krankhafter zustand beschrieben. Ich bin also krank. Und wahrscheinlich wirkt die Werbung dadurch als Therapie bei mir, nur halt eben mit falschem Vorzeichen. Continue reading

Krautfäule und faule Kräuter

Gestern war ich zu Besuch im Greenspace aka Hammergarten aka Stadtteilgarten 1 aka ??? Ich hatte per Mailingliste angeboten, einige meiner grünen Zebras und Sliwowidnij mitzubringen. Und prompt kam der Hinweis, dass man im Siegerland Tomaten besser erst nach den Eisheiligen raussetzen sollte. Vielen Dank an dieser Stelle an Anna für den Hinweis. Dies zeigt sehr schön, wie eine solche Initiative Menschen zusammenbringt, mit denen man im normalen Leben keinen Kontakt gehabt hätte (Zugegeben, Anna kenne ich flüchtig, aber viele andere, die sich auf der Mailingliste und im Garten tummeln, hatte ich vorher noch nie gesehen). Und es ist auch ein sehr schönes Beispiel dafür, wie ein Stadtteilgarten bereits in der Startphase Wissen streut und vermehrt und auch weitere Wissensvermehrung nach sich zieht. Denn als Reaktion auf mein Tomatenangebot kam auch der Hinweis, dass Tomaten besser nicht in die Nähe von Kartoffeln gepflanzt werden sollten, um Krautfäule zu vermeiden. Aus diesem Hinweis hat sich nun eine Verträglichkeitsliste entwickelt, die im Garten aushängt. Auf dieser kann nun jeder nachlesen, welche Pflanzen sich vertragen und welche man besser räumlich weit getrennt in die Erde bringt. Und wer eine Lücke in der Liste findet, kann diese füllen. Ein analoges Wiki also. Und gleichzeitig ein schönes Beitrag zum Thema Teilhabe.

Urban gardening

Das Thema beschäftigt mich bereits seit längerem. Und wie ich eben feststellen durfte, nicht nur mich. Heute Abend gab es nämlich einen Vortrag zu Urban Gardening von Maike, die das Thema endlich auch in Siegen mal angepackt hat. Die Zahl der Teilnehmer lässt vermuten, dass Maike und ihre Mitstreiter von der Initiative Transition Siegen der Funken sind, der nun das Feuer entfacht. Denn es waren 30-40 Leute im Siegener Hackspace HaSi, um sich über den Greenspace am Effertsufer informieren zu lassen. Dabei handelt es sich um einen Stadtteilgarten, den ersten seiner Art in Siegen.

Maike erzählte auch gleich recht umfassend und anschaulich, wo Urban Gardening herkommt, was es damit auf sich hat und welche Formen es annehmen kann. Am Ende konnte man dann auch direkt in den Joghurtbecher, den man während des Vortrags ausgelöffelt hat, die ersten Samen pflanzen. Auf jeden Fall eine gelungene Aktion. Ich freue mich schon auf Samstag, denn dann treffen sich die Stadtgärtner im Greenspace. Und da werde ich mir das ganze mal aus der Nähe anschauen. Vielleicht lässt sich ja mein Projekt der Streuobstwiese etwas abwandeln und thematisch und biologisch erweitern.